AKTUELL

April 2005

Die McCalmans beschließen die Celtic Concerts 2004/2005

Es war voll im Cobbler's Irish Pub am vergangenen Samstag, rappel voll !

Wie immer, wenn die McCalmans die Saison der Celtic Concerts an diesem Hort keltischer Musik im Süden Deutschlands mit einem Feuerwerk fetziger Lieder und kabarettistischer Zwischenreden beenden.

Und das Publikum hat die drei schottischen Gesangskünstler und Storyteller mittlerweile tief ins Herz geschlossen. So ging's dann auch gleich in die vollen und Ian McCalman (Gitarre, Gesang), Nick Keir (Gesang, Saiteninstrumente, whistles und Harmonika) und Stephen Quigg (Gesang, Gitarre, Bodhran) gaben ihr aktuelles Programm zum Besten. Dass sich dieses über weite Strecken nicht groß vom Repertoire des vergangenen Jahres unterschied, also die guten alten und bereits bekannten Liedern und Geschichten präsentierte, tat dem Vergnügen jedoch überhaupt keinen Abbruch.

"Rise, rise", "Gallant Murray" und die "Yankee Boots". Der unschlagbare, enorm trockene Witz der drei Protagonisten und ihre bis auf die letzte Note fein abgestimmten und einstudierten musikalischen Darbietungen - das muss ihnen erst einmal jemand nachmachen.

Ian McCalman, ältestes und Gründungsmitglied der Gruppe kann nicht umsonst auf über 40 Jahre "The McCalmans" zurückblicken und die komödiantischen Talente, die er gemeinsam mit Nick Keir in vielen Jahren Bühnenkarriere bis zur Perfektion verfeinert hat, suchen ihres gleichen.

Dem steht der (im Vergleich) relativ junge "Beau" der Band, Stephen Quigg, der erst seit einigen Jahren als Nachfolger des 2001 verstorbenen Derek Moffat mit von der Partie ist, in nichts nach. Zwischen clownsken Einlagen, die durch sein unvergleichliches Augenrollen kaum zu imitieren sind bis hin zum Tränenfluss verursachenden Vortrag gefühlvoller schottischer Balladen wie "From Greenland", die von seiner tiefen, warmen Stimme getragen werden, hat er alles auf der Palette.

Die Lieder boten den gewohnten Mix aus Balladen und zeitbezogenen Liedern, die durchaus und sehr gewollt kritische Bezüge zum mehr oder weniger aktuellen politischen Zeitgeschehen aufwiesen.
"Yankee Boots" und das unschlagbare "WMD" (= "weapons of mass destruction"), einem Lied, das die Kriegstreiberei der Herren Bush und Blair ("George and Tony, two little boys and their toys...") riefen starken Beifall beim Publikum hervor und liessen ahnen, wo die politischen Sympathien der Anwesenden liegen.

Aber auch die "traditionals", alte schottische Balladen und Lieder bekannter Autoren wie Sir Walter Scott ("March, march...") oder das lautmalerisch arrangierte "The women o'Dundee" über die Weberinnen in Dundee (Stephen Quigg am Bodhran !) zeigen die Verbundenheit der McCalmans mit ihrer schottisch-keltischen Vergangenheit und Geschichte auf.

Ein weiterer Höhepunkt der Show bot sich dann, als Stephen Quigg mit herzerweichendem Stimmeinsatz das Lied "Strong women rule us with their tears" vortrug und selbst verständlich durfte auch die McCalmännsche Version des Kinohits "Halleluja" aus dem Film "Shrek 1" (übrigens von Leonhard Cohen !) nicht fehlen, die angesichts der aktuellen Ereignisse eingeleitet wurde mit der Feststellung "You got the Pope, but we (in Scotland) got Shrek !".

Natürlich fehlte auch nicht der erwartete und erhoffte komödiantische Einsatz (bereits so oft gesehen aber immer wieder gut !) am Ende der Show nicht: Die quietschbunten Vorhänge hinter der Bühne im Festsaal des Schusterhäusls mussten die "Künstlergarderobe" ersetzen und danach entfalteten die drei ein letztes Mal all ihr kabarettistisches Talent, als Nick und Stephen zur Gitarrenbegleitung von Ian McCalman den Song "Goodnight Sweetheart" mit einem Männerballett zwischen Elvis Presley und Girliekoreographie untermalten.

Highlights eines kurzweiligen Abends mit dem schottischen Trio "The McCalmans", die zeigten, dass schottische Musik auch jenseits der typischen Dudelsäcke und Highlands viel Interessantes mit Witz und Charisma zu bieten hat.

Danach ging's dann hinunter in das Pub, wo sich die Mitglieder der "Burning Bisquit Band" bereits zur angesagten Session mit den McCalmans eingefunden hatten. Das ließ sich kaum jemand zweimal sagen und innerhalb von wenigen Minuten war's zum Bersten voll im Pub.

Alles in allem also ein gelungener Abschluß der Celtic Concerts 2004/2005. Wir bedanken uns bei Peter und Matsch vom Team für ihre erfolgreichen Bemühungen, ein Programm zusammen zu stellen, das in München und Umgebung nicht so schnell getoppt werden wird.

Photos und Text: W. Rodrian, 2005

Die Celtic Concerts 2005/2006

01.10.05: Pete Morton (England - 9,00 €)

12.10.05: Pure Irish Drops (Irland - 15,00 €)

08.11.05: Karan Casey & Band (Irland - 18,00 €)

26.11.05: Alistair Hulett (Schottland - 9,00 €)

17.12.05: J.-M.Veillon & J.McMenemy (Bretagne - 13,00 €)




Besuchen Sie bitte auch die Homepage des Cobbler's Irish Pub
McCalmans  Capella
Prost Ian !
Die McCalmans: beste Unterhaltung à l'écossaise...
Live ein Hochgenuß
listen to me...
...and sing along !
Stephen Quigg: Strong women rule us with their tears
you cannot see us, we are in the Garderobe...
Good Night Sweetheart...
schubiduab...
...schubiduab !
Nick Keir at his best !
Stephen Quigg, die Stimme mit den großen Augen
Ian McCalman noch einmal in voller Fahrt !
Das wars dann für dieses Jahr...
...we love you - good night
Die Session im Pub mit der Burning Bisquit Band