AKTUELL

Januar 2001
AKW BRENNILIS: Entsorgung und Streik des Wachpersonals

Das stillgelegte AKW Brennilis in den Monts d'Arrée Seit 1987 ist das AKW Brennilis bereits stillgelegt. Das erste französische Kernkraftwerk, für das eigens der Fluß Elez im Herzen der Monts d'Arrée aufgestaut wurde, war lange Zeit umstritten und es kam in den 7o-er Jahren sogar zu Anschlägen auf die Anlage.

Aufgrund von Unklarheiten bezüglich der Zuständigkeit hat sich die Entsorgung der Industrieruine immer wieder verzögert. Niemand wollte die enormen kosten für die Entsorgung des verstrahlten Materials übernehmen.
Nun gehen die Entsorgungs- und Abrißarbeiten endlich weiter. Am 28.März erfolgte der Abtransport von zwei Containern mit jeweils 5 Tonnen stark verstrahlten Abraums.

Unklarheiten gab es auch bezüglich der Vorgehensweise beim Abschlagen der äußeren Betonhülle sowie bei den anstehenden Bodenarbeiten.
Das Ende der aktuellen Entsorgungsmaßnahmen ist für 2003 geplant.

Am Donnerstag, den 29.März kam es zu einer vorübergehenden Blockage der Entsorgungsarbeiten, als die Angestellten der Wachgesellschaft "Securitas" in Streik traten. Sie protestieren damit gegen den Wechsel der Überwachung an die SGPO ("Sécurité Prévention Grand Ouest"), die zwar zugesagt hat, das Personal zu übernehmen. Es gibt allerdings noch Konflikte bezüglich der Konditionen und Lohnerhöhungen. Die Angestellten befürchten durch inkompetentes "Billigpersonal" ersetzt zu werden.


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