AKTUELL

Mai 2002

Das Konzert der McCalmans am 27. April im Cobbler's Irish Pub in Germering

Scotland's best entertainers: The McCalmans live zu Gast im Cobbler's Irish Pub in germering bei München
Das war ein würdiger Abschluß der Konzertsaison 2001/2002 im Cobbler's Irish Pub in Germering: Die McCalmans, die gerne als "best scottish entertainers" bezeichnet werden machten ihrem Ruf alle Ehre !

Völlig problemlos hatten Ian McCalman, Nick Keir und Stephen Quigg das Publikum (das sowieso zum Großteil eine eingeschworene Fan-Gemeinde repräsentierte) fest im Griff und kalauerte sofort munter drauf los: "... had some good stuff down in the pub and we feel good ! If you like us - great ! If you don't like us - great!"

Nebenbei wurde natürlich auch noch Musik zum besten gegeben - und das war wirklich "finest traditionel scottish music" !

In der ersten Hälfte ihres Auftrittes spielten die McCalmans, nach dem Tod ihres früheren dritten Mannes Derrek Moffat im vergangenen Jahr durch Stephen Quigg wieder zum Trio komplettiert, vor allem Titel von ihrer neuen CD "Where the sky meets the sea". diese drei haben keine Probleme mit Kameras und publicity...im Gegenteil !

"Women O'Dundee", "Rise Rise", "Farm Auction", "Applecross Bay" und etliche andere Songs präsentierten die drei munteren Schotten in konzentrierter Konzertroutine, dabei immer lässig und musikalisch auf dem Punkt.

Das Repertoire bietet eine feine Mischung von deftigen Titeln, die gut abgehen und immer wieder auch romantischen, ruhigen Songs, die das Publikum unweigerlich in ihren Bann ziehen.
Ian McCalman, schottisches Urgestein und auf unterhaltsame Weise 'ironic'
Und immer wieder war es vor allem Ian McCalman, der bestes "schottisches Kabarett" bot und ungeachtet aller Sprachbarrieren einen Lacher nach dem anderen produzierte.

Musikalisch bieten die McCalmans guten alten Folk mit unüberhörbaren sozialkritischen Untertönen gut durchwachsen mit Songs, die sich ausgiebig und humorvoll mit den Themen Whiskey und Engländer (die "Schlachtsongs") beschäftigten - insbesondere der Whiskey erwies sich mit der Zeit als zentrales Thema !

In die übliche Merchandising-Pause verabschiedeten sich die drei mit der nicht ganz glaubwürdigen Bemerkung, "daß man ja alle CDs, die heute abend nicht verkauft werden würden, als Möwenfutter von der Fähre werfen würde, um nicht so schwer schleppen müssen !" Schließlich war es ja auch der letzte Abend der McCalmans-Germany-Tour.

die Merchandising-Pause: Ian macht großen Reibach Aber nachdem nicht gerade wenige aus dem Publikum ihr bestes taten, um zu vermeiden, daß die CDs im Kanal landeten, ging es dann während der Pause munter und lustig zu am kleinen Verkaufstisch. Und nicht weniger unterhaltsam als vorher im Saal.

Ian und Nick und der "schöne, junge" Stephen waren dicht von Fans belagert und von Erholungspause war keine Rede.
Leider haben wir bis heute nicht erfahren, was denn nun wirklich mit den übrig gebliebenen CDs geschehen ist und vor allem, ob sich die Möwen tatsächlich davon überzeugen ließen, daß man sich von derlei "hardboxed stuff" ernähren könnte.

Best of scottish traditional music: the McCalmans (Nick Keir und Stephen Quigg) Nach der Pause ging's dann weiter mit bester traditioneller schottischer Musik und mitreißendem Folk. Bei dem Titel "Voice of my Island" zeigte Stephen Quigg, was in ihm steckt: ein Stück, bei dem man die Augen schließen und von sonnenbeschienenen Steilküsten träumen konnte.
Stephen hat eine klare Stimme mit gezielt eingesetztem Vibrato und mit Sicherheit schlugen spätesten jetzt die Herzen aller anwesenden Frauen höher. Dezent aber wirkungsvoll setzten dann die Gitarre von Ian und die tin whistle von Nick ein - einfach wunderschön !

Stephen Quigg, der neue dritte Mann mit der klaren Stimme, dem wunderbaren Vibrato und einem humorvollem Grinsen
Danach gab's dann (natürlich) auch wieder viel Humor, beispielsweise mit dem Song "Golden arches march across the World" - dem persönlichen Kommentar der McCalmans zum Thema McDonalds.

"There's McDonalds even in Austria - we really didn't expect this !"

Oder auch das Dudelsack-Stück ohne Dudelsack - schließlich kann es ja nicht angehen, daß man schottische Musik ohne Dudelsack darbietet... also griff man zur whistle und präsentierte "a tune on the dudel without the sack...".

Leider kam das Ende dann viel zu schnell, aber zum Glück ließ sich das Trio nicht allzu lange bitten und gab dann noch insgesamt vier Zugaben. Mit der vorletzten Zugabe, dem alten schottischen Evergreen "Caledonia" gedachten sie ihrem verstorbenen Freund Derek Moffat - dieses Lied hatten Sie an seinem Grab gespielt.

Und als vierte und letzte Zugabe gab's dann noch ein Schmankerl: unverstärkt und a capella, um dann endgültig zum Ende zu kommen. Und wir sind uns ganz sicher, daß es noch ein langer und süffiger Abend wurde - später dann, unten im Pub.

Nächstes Jahr kommen die McCalmans voraussichtlich wieder ins Cobbler's Irish Pub und dieses Konzert sollte man sich nicht entgehen lassen !

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