AKTUELL

Juni 2002
DALUA live in concert, am 20. April in München.

Das Konzert im vergangenen April in München






München hat nun auch sein Weltmusik-Projekt: DALUA !


...und Dalua - der Name leitet sich ürbigens vom brasilianischen "da lua" (vom Mond) ab - das ist ein Weltmusik-Projekt im wahrsten Sinne: Die MusikerInnen kommen aus Südamerika und aus dem Münchner Umland (für Eingeweihte: aus dem Würmtal) und so verwundert es nicht, daß es mitunter gar nicht so einfach ist, die bis zu sieben Mitglieder der "Band" unter einen Hut zu bringen, beziehungsweise auf einen Termin zu versammeln.

Und so war es auch der erste richtig öffentliche Auftritt von Dalua, der am 20.April in dem eigens für diesen Anlaß leergeräumten Büro der Firma MT Abbruch in der Münchner Fasaneriestraße stattfand - wenn man von diversen intimen und eher privaten Auftritten im Freundeskreis absieht.

So richtig professionell setzte Dalua sich dann jedoch Anfang des Jahres mit dem ersten Album der Formation "Schuster-Woldan and the Wild Southamericans" in Szene. Hervorragend produziert und musikalisch aufregend und abwechslungsreich - ein Leckerbissen, der in keiner Sammlung fehlen sollte !


Und völlig problemlos schaffte es diese Gruppe auch, denkleinen Raum, der kaum in der Lage war, all die Besucher, die zu diesem mitreißenden Auftritt eher über Mund-zu-Mund-Propaganda gefunden hatten als durch offizielle Werbemaßnahmen (die es im eigentlichen Sinn gar nicht gab). Vielmehr kam vorab schon die Warnung, doch nicht zu sehr die Werbetrommel zu rühren, da die Räumlichkeiten eher beschränkt seien - war wahres dran !

Dalua live in concert am 20.April in München (v.l.n.r.): Georg Spindler, Nicolas Nobili, Köpf und Klaus Schuster-Woldan
Als wir dann an diesem Samstag Abend (einer der ersten warmen Samstagabende des Jahres) endlich einen Parkplatzgefunden hatten und uns ebenfalls in den Veranstaltungsraum reingedrängelt hatten, ging es dort schon voll ab. Dalua gab mit seiner Mischung aus swingenden und groovenden Eigenkompositionen und Coverversionen mehr oder weniger bekannter Titel einen Rythmus vor, dem sich kaum einer der Anwesenden entziehen konnte.

Vieles kannte die anwesende Fangemeinde bereits von dem Debutalbum, anderes war neu und versprach die erfreuliche Aussicht auf ein exquisites Nachfolgealbum (das nach Aussage der Musiker bereits so gut wie fertig aufgenommen ist - lediglich die Finanzierung stellt noch ein 'geringfügiges' Problem dar):

Klaus Schuster-Woldan, der deutsche 'Kopf' und Mitbegründer der Formation
von den mehr oder weniger bekannten Evergreens eines Caetano Veloso ("Irene") oder Antonio Carlos Jobim ("Desafinado") bis hin zu der einzigartigen Variante von Lou Reeds / Velvet Undergrounds "Pale Blue Eyes" erstreckt sich das Spektrum der adaptierten Titel. Dalua schafft es dabei jedoch immer, den übernommenen (Lieblings-)Titeln einen ganz eigenen Touch zu verpassen - unverkennbar Dalua !

Man merkt sofort, daß hier Profimusiker am Werk sind, die sich in einem bemerkenswert gut harmonierenden Projekt (wie sie es selber nennen) zusammengefunden haben. Die Idee von Dalua: jeder kann sich unter dieser "Decke" einbringen und musikalisch verwirklichen - und das funktioniert in der Tat erstaunlich gut.

Mit Sicherheit ist das nicht zuletzt der Verdienst von Klaus Schuster-Woldan, der ungeheur viel Energie, Zeit und eigenes Kapital eingebracht hat und einbringt, um dieses Projekt voranzubringen - allen Widrigkeiten zum Trotz. Allein die Koordination der verschiedenen Nationalitäten bringt mitunter scheinbar unüberwindliche Probleme mit sich. Flüge, Einreise- und Aufenthaltsgenehmigungen für die - mit Verlaub - genial swingenden südamerikanischen Mitglieder der Formation lassen das Projekt immer wieder zu einem enormen Kraftakt werden.

Umso bewundernswerter die Tatsache, daß es dennoch gelungen ist, dieses faszinierende erste Album zu produzieren und nun auch einen (lange erwarteten) ersten öffentlichen Auftritt zu organisieren. Hernan Vilchez

Wir hoffen nur, daß dies nicht der erste und letzte Auftritt war - einer Gruppe wie Dalua, die soviel kreative Energie und schöpferisches Potential mit so mitreißender Live-Energie verbindet ist es zu wünschen, daß die Szene möglichst schnell ein verliebtes und förderndes Auge auf sie wirft.

Völlig problemlos gelang es Dalua, den Groove, der schon auf der CD anklingt und es nahezu unmöglich macht, die Füße stillzuhalten, auch live umzusetzen

Vor kurzem, genauer gesagt am 28. Juni konnte man Dalua dann auch auf dem Münchner Tollwood-Festival in voller action erleben - leider hatte ich bei dieser Gelegenheit keine Kamera dabei. Die Stimmung war trotz - oder vielleicht auch gerade wegen dem gigantischen Platzregen, der just zum Auftakt des Konzertes einsetzte super und Dalua präsentierte sich von seiner besten Seite.



Adriana Castiglione und Klaus Schuster-Woldan






Adriana CASTIGLIONE (Gesang) und Klaus SCHUSTER-WOLDAN (Mundharmonika)

Bani Silva Prado





Bani SILVA PRADO (Gesang, berimbao, percussion)




je später der Abend, desto mehr kam Dalua in Schwung




DALUA's "frontmen": Georg SPINDLER (Baß), Hernan VILCHEZ (Gesang, Gitarre) und Bani SILVA PRADO



im Hintergrund Olli Künzner an den drums



Bani SILVA PRADO, Adriana CASTIGLIONE und Klaus SCHUSTER-WOLDAN, im Hintergrund Olli Künzner an den drums



Bani Silva Prado, vom Mond beseelt




Bani SILVA PRADO... Dalua, vom Mond beseelt - Worte sind überflüssig




...und für die eigene Dokumentation dieses denkwürdigen Abends war auch gesorgt: Hernan Vilchez an der Kamera




...und für die eigene Dokumentation dieses denkwürdigen Abends war auch gesorgt: Hernan Vilchez an der Kamera




Photos und Text: W. Rodrian

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