AKTUELL

Februar 2003
Le Chasse Marée: Verlagshaus aus Douarnenez in neuen Händen

ArMen, die ganze Bretagne in einem Magazin. Herausgegeben von Le Chasse-Marée in Douarnenez Für einen Großteil der bisher 35-köpfigen Belegschaft des Verlagshauses Le Chasse Marée-Armen in Douarnenez ist das Zittern um die Zukunft vorüber.
Im vergangenen Juli mußte die Geschäftsführung Insolvenz anmelden und war seitdem auf der Suche nach engagierten Geldgebern, die die Weiterführung der redaktionellen Arbeit gewährleisten können.

Drei hochklassige Magazine werden von dem Unternehmen veröffentlicht, das Bernard Cadoret 1981 in Douarnenez gründete: die Zeitschrift le Chasse-Marée (14.500 Abonnenten), die sich mit Geschichte und gegenwart der Segelschiffahrt beschäftigt. Das Magazin ArMen (9.000 Abonnenten), das sich auf einem sehr hohen inhaltlichen und sprachlichen Niveau der Kulturgeschichte der Bretagne widmet und das englischsprachige Magazin "Maritime Life and Traditions" (9.000 Abonnenten).
ein Blick in die Redaktion der Zeitschrift ArMen, 1997
Lange Zeit konnten sich die beiden französischsprachigen Magazine "le Chasse-Marée" und vor allem die Bretagne-Fachzeitschrift "ArMen" konkurrenzlos auf dem Markt behaupten. In den 90er Jahren mußten Sie sich die Leserschaft mit Zitschriften wie "Pays de Bretagne" oder dem erfolgreichen "Bretagne Magazine" teilen.
Die Abonnements stagnierten und nur mühsam konnte man bei Le Chasse-Marée den ohnehin schon hohen Verkaufspreis halten. Im Sommer 2002 wurden bekannt, daß die redaktionen ernsthafte finanzielle Probleme hatten.

Ende Januar bestätigte das zuständige "tribunal de commerce" in Quimper, daß das bislang freie Verlagshaus Chasse-Marée nun von den in Grenoble ansässigen "éditions Glénat" übernommen wird. Die "éditions Glénat" übernehmen alle 18 Angestellten, die bisher für die Veröffentlichung der beiden Zeitschriften "Le Chasse-Marée" und "Maritime Life and Traditions" tätig waren.

Die Zeitschrift "ArMen" wird von den "éditions Fitamant" übernommen, die in Telgruc-sur-Mer (auf der Halbinsel Crozon) zu Hause sind.

Bitter für die Zeitschrift "ArMen" ist jedoch, daß nur 2 der bisher 18 dort angestellten Mitarbeiter übernommen werden können. Es bleibt zu hoffen, daß die traditionsreiche und äußerst kompetente Zeitschrift diesen Bruch überlebt und uns noch möglichst lange erhalten bleibt.