AKTUELL

Dezember 2000
ÖLPEST, ERIKA und IEVOLY SUN (Nachlese)


Der Untergang der Erika im Dezember 1999 Die Aufregung um den Untergang der "Ievoly Sun" am 30.Oktober vor der Küste der Normandie hat sich sehr schnell wieder gelegt.
Die Folgen der durch die Havarie der "Erika" verursachten Ölpest vor der bretonischen Atlantikküste erhitzen dagegen immer noch die Gemüter und werden die Gerichte voraussichtlich noch lange beschäftigen.

Das Auspumpen des Wracks ist zwar erfolgreich abgeschlossen, die Verschmutzung der Küste stellt jedoch immer noch ein Problem das. Und vor allem geht es darum, wer den Schaden und die Säuberungsmaßnahmen bezahlen soll.
Die Rechnung macht mittlerweile rund drei Milliarden Francs und die bereitgestellten Gelder sind längst ausgegeben.
Nun hat die Regierung erklärt, daß der Staat einspringen soll. Die Gelder sollen unter Sonderausgaben verbucht werden.

Die Kritiker jedoch halten das nicht für eine Lösung, die auch im Falle zukünftiger Katastrophen Sinn macht und fordern nach wie vor strengere Kontrollen auf die Einhaltung der bestehenden Schiffahrtsgesetze.

Erst am 6.Dezember hatte die Vereinigung "anti-marée noire de Vannes" zu einer Demonstration vor dem Handelsgericht in Saint-Nazaire aufgerufen. Gefordert wurde die Unterstützung der Gemeinde von Mesquer (44), die als erste eine Klage gegen TOTAL als Verursacher der Ölpest eingereicht hat.