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März 2001

Tournee und neue CD Didier Squiban

Didier SQUIBAN, der bretonische Pianist, stellt seine neue CD "ROSBRAZ" im März 2001 auf seiner zweiten Deutschland-Tournée vor.

Didier Squibans neue CD 'Rozbras' Mit "ROSBRAZ" präsentiert Squiban den letzten Teil seiner Trilogie für Solo-Piano (nach "Molène" und "Porz Gwenn"). Weitere Informationen folgen.


siehe auch:

  • Didier Squiban: Biografie

  • Didier Squiban: Interview

  • Das Münchner Konzert, März 2000


  • DIDIER SQUIBAN IN MÜNCHEN
    Didier SQUIBAN, der vor fast genau einem Jahr bei seinem Konzert in der Muffathalle das Münchner Publikum im Sturm erobern konnte, war am Freitag, den 2.März 2001 erneut zu Gast in München.
    Nach dem Start seiner Deutschlandtournee in Frankfurt trat der bretonische Pianist am Freitag, den 2.März im Carl-Orff-Saal im Münchner Gasteig auf. Noch vor einer geplanten Tournee in der Bretagne und in Frankreich präsentiert Squiban dabei seine neue CD "ROZBRAS".

    Nach dem Publikumserfolg des Vorjahres wagten die Veranstalter der Muffathalle den großen Sprung in den benachbarten Carl-Orff-Sall des Münchner Gasteigs. Damit überschätzten Sie die Popularität des Pianisten wohl etwas, der Saal war nur zur Hälfte belegt - leider.
    Das Publikum bestand zwar eindeutig aus Squiban- und Bretagne-Fans und sowohl der Pianist als auch die andächtig lauschenden Bretonophilen gaben sich große Mühe, in einen stimmungsvollen Dialog zueinander zu treten... der strenge, konzertante Rahmen des Veranstaltungsortes war dazu jedoch nicht gerade geeignet. Im Gegensatz zu dem lebhaften Konzert im Cafe der Muffathalle im vergangenen Jahr, blieb die Athmosphäre meiner Meinung nach eher reserviert und auch die charmanten Ansätze von Didier Squiban, seine Titel mit den programmatischen Titeln "Image 1" bis "Image 5" dreisprachig auf französisch, englisch und deutsch zu moderieren wirkten angesichts der zaghaften Publikumsreaktionen eher kläglich.

    Dabei war das Konzert von der musikalischen Seite her durchaus einen Besuch wert und das Publikum trotz allem ein dankbares. Mit viel Gefühl und stellenweise durchaus witzigen Passagen und Tempiwechseln präsentierte Squiban einen Querschnitt seines langjährigen Repertoires von "Molène" bis "Rozbras".
    Nach knapp 70 Minuten ließ sich Squiban ohne größere Wartezeiten noch zu zwei Zugabe herausklatschen: eine kurze Interpretation südbretonischer Tänze aus dem Vannetais und eine abwechslungsreiche Interpretation der bretonischen Nationalhymne "Breizh ma bro".
    Gerade für das Eröffnungskonzert seiner Deutschlandtournee hätte ich ihm dann doch ein zahlreicheres Publikum und einen intimeren, lebhafteren Rahmen gewünscht. Schließlich feierte die bretonische Presse seinen Erfolg beim deutschen Publikum bereits im Januar mit der Schlagzeile "DIDIER SQUIBAN TRIOMPHE AU PAYS DE WAGNER" (Le Télégramme/Ouest-France).

    Insgesamt kann man für Squibans Erfolg in Deutschland jedoch schon heute ein positives Resume ziehen. Zwei Tourneen in zwei Jahren, zwei CDs, die dank des regen und erfolgreichen Managements von "Chateau du Pop" in Hamburg tatsächlich in den Auslagen des Fachhandels aufliegen (wobei man mit der Zuordnung noch etwas Probleme hat, ob das jetzt Klassik sei oder Jazz oder...) - für einen bretonischen Musiker, der seine kulturellen und musikalischen Wurzeln in Interviews und Konzerten sehr eindeutig demonstriert, ist das ein großer Erfolg. Ein Erfolg, von dem man hoffen möchte, daß er der bretonischen Musik insgesamt zu mehr Popularität in Deutschland verhilft.

    siehe auch:
  • Tourdaten Didier Squiban
  • Biographie und Discographie Didier Squiban
  • Interview mit Didier Squiban, März 2000 in München
  • Bericht vom Konzert in der Muffathalle, März 2000



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