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April 2001

KAN AR BOBL 2001 in Pontivy

Der "concours" KAN AR BOBL gehört zu den wichtigsten und renommiertesten Nachwuchswettbewerben der traditionellen bretonischen Musik. 1973 fand der KAN AR BOBL zum ersten Mal in Lorient statt. Die Idee und die Gründung dieser Veranstaltung gehen auf Polig MONTJARRET, den großen alten Herrn der bretonischen Musik zurück, der ebenfalls einer der Mitbegründer des Dachverbandes der bagadoù B.A.S. (Bodadeg Ar Sonerion) ist.

KAN AR BOBL heißt soviel wie "le Chant du Peuple"/folk song oder eben Volkslied. Das Ziel des Wettbewerbes ist es, SängerInnen, MusikerInnen, Musikgruppen etc. eine Auftrittsmöglichkeit zu verschaffen, Begegnungen mit anderen MusikerInnen zu ermöglichen und die Entwicklung neuer Talente und neuer musikalischer Formen zu unterstützen.
Viele der bekannten bretonischen MusikerInnen und SängerInnen wie Yann-Fañch Kemener, Erik Marchand, Annie Ebrel und Denez Prigent sind ehemalige Preisträger des KAN AR BOBL.

Nachdem seit Anfang des Jahres die Vorausscheidungen in den bretonischen verschiedenen bretonischen "pays" organisiert wurden, kamen nun am vergangenen Wochenende in Pontivy über 600 qualifizierte Teilnehmer aus den verschiedenen Sparten zusammen, um sich den Jurys und der Öffentlichkeit zu präsentieren.

Ausgetragen wird der "concours" in den Kategorien: "Chant traditionnel", "Création", "Conte", "Scolaires", "Harpe", "Instrument Solo", "Duos" und "Groupes musicaux".
Das Rahmenprogramm bot den Besuchern einen "Salon der Instrumentenbauer", ein "Forum des associations culturelles bretonnes", Vorträge, Begegnungen mit MusikerInnen und SängerInnen (Annie Ebrel, Marcel Guillou, Pierrick Lemou, Loeiz Le Bras u.a.), ein Konzert (Annie Ebrel & Ricardo Del Fra), ein Fest-Noz (mit den Gewinnern des Vorjahres) sowie eine Theater-Inszenierung der Gruppe "Strollad Kallag": "Lubaner Kreiz Breizh".

Weitere Infos können Sie auf de homepage des "Kan Ar Bobl" abrufen. Wir werden an dieser Stelle über die aktuellen Preisträger berichten, sobald die Informationen vorliegen.

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