AKTUELL

Januar 2005

Ein neuer Trend in der bretonischen Musik: Chansons und Jazz à la bretonne...



Frischer Wind in der bretonischen Musikszene...

...eine wahre Welle bretonischsprachiger Musik jenseits der üblichen traditionellen Produktionen bringt seit einiger Zeit frischen Wind in die Szene. Nachdem man das erste Album der Gruppe Bugel Koar (Ar Solier, 2000) noch eher als Einzelerscheinung bezeichnen konnte, finden sich nun immer mehr KünstlerInnen, die dem Lied auf bretonisch zu neuen Erfolgen verhelfen.

Wo bislang ausschließlich traditionelle und Folkmusiker den Ton angaben, dort findet man nun immer häufiger Sänger, Sängerinnen und Musiker, die der bretonischen Musikszene ganz neue Wege weisen - und das mit großem Erfolg.

Wo die bretonisch getexteten und gesungenen Chansons von Marthe Vassallo (Bugel Koar) zu Beginn nur bei einem eingeweiten Publikum auf Interesse stießen, da entwickelte sich das großartige Album von Nolwenn Korbell (N'eo ket echu, 2003) zwei Jahre später innerhalb kürzester Zeit zu einem bretonischen Erfolgswunder. Keine andere CD brachte dem Vertrieb von Coop Breizh bisher derartige Verkaufszahlen.

Als männliche Singer/Songwriter und/oder Chansonniers mit bretonischen Texte waren es dann in den vergangenen Jahren Künstler wie Dom Duff (Stread an amann, 2003) und Louis-Jacques Suignard (Lodenn an ael, 2004), die diesen Weg mit forschen Schritten weiter gingen. Erwähnenswert auf jeden Fall ist auch das zweite Album von Bugel Koar Nebaon ! T'inquiète..., das sogar noch besser ist als das Debutalbum !
Daneben spielen bei diesem Trend natürlich auch die Veröffentlichungen von Musikern wie Roland Becker (Au Café Breton, 2002 und Monsieur Kerbec et ses belouzes, 2004), Pascal Lamour (Shamans of Brittany, 2004), Louis Pierre (la halle aux passions" 2003), der Gruppe Red Cardell (Bal à l'Ouest) oder das kürzlich erschienene Jazz-Album von Eric Le Lann "Origines" zu nennen, die großen Anteil hatten und haben an diesen neuen Tendenzen innerhalb der bretonischen Musik.