MUSIK AUS ALLER WELT

CD-Cover Fanfare Cioraclia: Iag Bari

Anspieltip: 7, 10, 14

FANFARE CIOCARLIA
"IAG BARI"


www.piranha.de








 

 

 

 

Piranha Musik, 2001

MUSIKER

Opricâ Ivancea: sopran clarinet, alto saxophone - Ioan Ivancea: sopran clarinet, vocals - Costicâ "Cimai" Trifan: trumpet, vocals - Radulescu Lazar: trumpet, vocals - Nicusor "Pusac" Cantea: trumpet - Daniel Ivancea: alto saxophone - Constantin "Sulo" Calin: tenor horn - Laurentiu Mihai Ivancea: baritone horn - Monel Trifan: tuba - Costel "Gisniac" Ursu: large drum - Nicolae Ionita: percussion

TITEL

1. Doina 2:27 - 2. Wild Silence 0:37 - 3. Iag Bari 4:34 - 4. Dusty Road 2:24 - 5. Lume, Lume 2:53 - 6. Jocul Boldenilor 2:19 - 7. Hora Din Petrosnitza 1:57 - 8. Banatzeana 1:24 - 9. Tu Romnie 3:34 - 10. Moliendo Café 2:27 - 11. Balada Lui Ioan 3:27 - 12. Besh O Drom 5:56 - 13. Hora Andalusia 3:40 - 14. Hurichestra 3:29 - 15. So Te Kerau ? 3:51 - 16. Hora Lautareasca 2:41 - 17. Ginduri De Om Batrin 4:14 - 18. Bubamara 1:58 - 19. Manea Cu Voca 2:41

(total: 54:02)

12 Mann, teils jung, teils alt, teils in alten, schon etwas abgewetzten Anzügen, teils in bunten Hemden, teils mit Hut, teils ohne, alle ausgerüstet mit diversen Blasinstrumenten und einer großen Trommel erklimmen die Bühne - DIE ZIGEUNER SIND DA !!!
Und schon fangen Sie an zu spielen und Du als Zuhörer tauchst ein in eine andere Welt, wirst mit- und fortgerissen von rasenden Rythmen und tosenden Bläser-Tunis, darfst teilhaben an der ungebrochenen Spielfreude dieser Musiker aus Zece Praijni, einem Ort im Nordosten Rumäniens .

"Oft, wenn ich den Leuten erzähle, ich komme von Zece Praijni, glauben sie, ich komme vom Ende der Welt. Aber dort, entgegne ich ihnen dann, am Ende der Welt, ist der beste Platz, um Musik zu machen." (Cimai: Trompete) Zuhause spielen sie bei Geburten, Taufen und .Hochzeiten - wenn's sein muß auch zwei Tage lang - vor allem traditionelle Musik und Tänze wie Doina, Sirba und Hora. Die Ursprünge dieser Art von Gypsy Brass Band liegen in der Musik der Blaskapellen der türkischen Armee aus der Zeit, als sie das östliche Mittelmeer vom Balkan bis Nordafrika beherrschten.
Bis heute können diese Einflüsse in der Musik aller Länder des Balkans deutlich herausgehört werden. Diese Kunst des Musizierens wird von Generation zu Generation, vor allem mündlich weitergegeben, ohne daß nur eine Note aufgeschrieben wird.

"Musik hat etwas mit Freiheit zu tun. Du mußt die Musik fühlen können. Wenn du die Musik fühlst, dann bist du Musikant und die Technik ist reine Trainingssache. Das hat etwas mit Blut zu tun: Roma sind gute Musikanten, denn sie verkörpern die Musik, es ist was Angeborenes. Jedes kleine Kind schnippt den Rhythmus mit, und niemand sagt eins zwo drei." (Gisniac: große Trommel)

Das vorliegende 3. Album der Band hat den Titel "IAG BARI -die große Sehnsucht".
Dabei wirkten als Gäste einige Größen der rumänischen Musikszene mit. So zum Beispiel der "godfather of oriental Pop", Dan Armeanka, der unter Ceaucescu wie viele andere nur im Verborgenen wirken konnte, aber trotzdem so eine Art "Gypsy Pop" kreierte und auch mit Jazz, Folklore und Reggae experimentierte.

uch der beste Trompeter Rumäniens, Costel Vasilescu ist bei dieser CD mit dabei, ebenso eine mehr städtisch orientierte Band aus Bukarest namens "Rom Bengale" und die Stimmen des bulgarischen Chores "Angelite". Herausgekommen ist eine gute Mischung, die neben der bekannt schnellen Stakkato-Blastechnik auch gefühlvolle Balladeninterpretationen enthält.

Alles in allem "Techno auf verbeulten Blech, zu aggressiv für Volksmusik und zu virtuos für Punk" wie der Stern diese Musik beschreibt.

(Markus Helfenberger)