BRETONISCHE MUSIK

CD-Besprechung Diverse Interpreten: Alanig kof ruz

 

Diverse Interpreten
"Alanig kof ruz/imitations, chants et autres paroles d'oiseaux"

www.dastum.net

 

 

Coop Breizh, 2007

Titel

1. Litanioù an evned - 2. Deomp da neizhata - 3. Alanig kof ruz (le rouge-gorge) – 4. Al Laouenan (le roitelet)- 5. Ar voualc'h (le merle) - 6. Ar voualc’h hag an amzer – 7. An drask (la grive) – 8. 9. An alc’hweder (L’allouette) – 10. 11. Ar Goukoug (le coucou) – 12. Sebiañchoù – 13. Ar vran (le corbeau) – 15. Ar gazeg-koad (le pic-vert) – 16. Ar Pinsin (le pinson) – 17. Ar filip (le moineau) – 18. Ar wennilienn (l’hirondelle) – 19. Ar c’hefeleg (le bécasse) – 20. Ar bichiglaou (la mesange) – 21. Ar gegin (le geai) – 22. Ar Gaouenn (la chouette) – 23. Ar gouelan (le goeland)

(total:71:50)

„Was wären die Landschaften ohne die Vogelkonzerte ? Und wie hat der Gesang der Vögel die Phantasie der Menschen geprägt?“ – Das sind Fragen, welchen der Forscher Daniel Giraudon nachgeht. Nach einer ersten CD über die Nachahmungen von Tierstimmen in Gesang und Sprache („Imitations et autres paroles des animaux de la ferme“, 2006), herausgegeben im Rahmen der Reihe „Encyclopédie sonore du Trégor-Goëlo“ von Dastum Bro-Dreger geht es nun also mit viel Humor und auf bretonisch um Vogel- oder vielmehr Menschenstimmen.
Einziges Manko dieses anspruchsvollen aber nicht langweiligen Unterfangens: es scheint tatsächlich nur für ein rein bretonisches Klientel gedacht zu sein. Keine Booklet mit (zweisprachigen) Erläuterungen und Kommentaren.

Wer sich allerdings wirklich für das Thema interessiert, der kann dennoch vom Anhören der CD profitieren, denn genauso universell wie die Sprache der Vögel klingt mitunter das, was bretonische Imitatoren aus dem tierischen Gesang machen. Skurril mitunter, aber als ethnomusikologische „Arbeit“ nicht zu unterschätzen.

W.R. (Erstveröffentlichung in Folkmagazin N° 274)