MUSIK AUS ALLER WELT

CD-Besprechung Fabula
Anspieltips: 1,4

Fabula
"cul~tur"



www.fabula-aetatis.de









Eigenverlag, 2005

MUSIKER

Briantanus der Einsiedler -
Asmon - Stevo'klat der Wächter

TITEL

1. Contra Uermes - 02. Pile Menu  - 03. Cam Ye O'er Frae France-Dans - 04. Varulven - 05. Hantre 2 - 06. Karavan (ELISIR) - 07. Osiris (ELISIR) - 08. An-Dro - 09. Dans Korrigane - 10. Zwergentanz - 11. Caoineadh Ui Neill

Gewebt aus dem Stoff unserer Träume. Wind trägt den Klang, Licht wirft den Schatten. Fabula since 1995 liest man auf der Rückseite der neuen Fabula CD „Cult~ur“. Wild sehen sie aus, die drei Musiker von Fabula, und wild ist auch ihre Musik. Wie ein Überbleibsel aus dem finsteren Mittelalter tönt ihre rhythmische Dudelsackmusik, die eine Mischung aus traditionellen Melodien, hochinteressanten eigenen Adaptationen und modernen Kompositionen ist.
Briantanus der Einsiedler nennt sich der Dudelsackspieler mit Irokesen Schnitt, der auch Bombarden, Flöten, Hackbrett und Horn erklingen lässt. Wie ein germanischer Recke sieht Asmon mit seiner umgehängten Bassdrum aus. Er spielt aber auch exotische Perkussionsinstrumente wie Davul oder Djembe, und andere Rhythmusinstrumente. Stevo’klat ist der zweite Dudelsackspieler, Blechbläser (Low Whistle und Horn) und Perkussionist. Für ihr neues Album konnten sie Thomas Zöller an den Border Pipes, der Low Whistle und dem Practice Chanter (einer Übungsflöte für den Dudelsack) als Gastmusiker gewinnen.
Die CD beginnt mit einer aus den 70er Jahren stammenden Vertonung eines nordländischen Zauberspruchs gegen die Verwurmung von Pferden der Gruppe Ougenweide. Rhythmisch, mystisch und hypnotisch klingt das Stück „Contra Uermes“ und lässt eine Ahnung aufkommen von den heidnischen Bräuchen der Nordländer. Aus Schottland werden ein traditioneller rhythmischer Tanz und ein Klagelied intoniert. Beide Stücke gehören für mich zu den Höhepunkten des Albums. Die Bretagne ist selbstverständlich auch mit vier großartigen Tanzstücken dabei. Am besten gefallen mir der Hanter-Dro und der An-Dro. Es gibt aber durchaus auch starke Eigenkompositionen zu hören wie „Karavan“, das unter dem Projekt Elisir von Produzent Tec und Briantanus läuft.
Nachdem ich die Band erst vor kurzem bei der Besprechung ihres vorherigen Albums Panta Rhei kennen gelernt habe, zähle ich mich heute wohl schon zu ihren Fans. Ihre Mischung aus mittelalterlichen Klängen mit innovativen Ideen hat mich überzeugt. Wer die CD bei der offiziellen Releaseparty kennen lernen möchte, sollte sich vom 14. bis zum 17. August nichts vornehmen und zum alten Wasserschloss in Hofheim am Taunus begeben. Hörproben und mehr Informationen gibt’s aber auch hier http://www.fabula-aetatis.de/cms/  

Adolf „gorhand“ Goriup
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