MUSIK AUS ALLER WELT

CD-Besprechung Patrick Kurt Geier: raintracks
Anspieltips:
1, 2, 11, 12, 15

Kurt Patrick GEIER
"raintracks"










Selbstverlag, 2005

MUSIKER

Kurt Patrick Geier – Gitarre und Gesang

TITEL

1. coffee and chocolate – 2. nothing unknown – 3. heaven past eleven – 4. poor acting – 5. I'm slow – 6. not my dread – 7. likeable – 8. spring – 9. from pain to boredom – 10. autumn – 11. prisonguard – 12. tracks – 13. washed out – 14. inertia – 15. rubber duck – 16. claudi's song

Auf Kurt Patrick Geiers Erstlingswerk sind ausschließlich eigene Kompositionen zu hören, erstklassig interpretiert von ihm selbst. Trotz der spartanischen Aufnahmetechnik brilliert die CD mit einer ansprechenden Tonqualität. Die 16 Songs erzeugen eine melancholische Stimmung und machen Lust auf eine Tasse Tee, ein gutes Buch und ein Kaminfeuer. Geier singt von der Melancholie des Lebens, dem Genuss des Nichtstuns und den Momenten der Ausgeglichenheit. Er stellt die Zeit in Frage und erlebt sie doch am eigenen Leib, wenn der Winter endlos und die warme Zeit immer viel zu kurz erscheinen. Er erzählt von Beziehungen, Liebe, Schmerz und Langeweile und mit seiner vollen und angenehmen Stimme bringt er den Zuhörer zum Träumen.

Sein erstklassiges Gitarrenspiel unterstreicht die Wirkung seiner Texte und seines Gesangs. Geier hat einige hervorragende Songs geschrieben, mit denen er sich durchaus mit international bekannten Songwritern messen kann. „Nothing unknown“ erinnert ein wenig an die melancholischen Stücke des genialen Multitalents Brian Eno. Trotzdem bleibt er jedoch immer authentisch und hat einen bemerkenswerten Stil gefunden. Meine Lieblingslieder sind neben dem mehrstimmig gesungenen „Nothing unknown“ und „Prisonguard“, die von Melancholie beherrschten „Coffee and Chocolate“ und „Inertia“ wie auch die von Beziehungen erzählenden „Tracks“ und „Rubber Duck“.

„Raintracks“ ist ein sehr gelungenes Album mit schönen Balladen, wunderbar komponiert arrangiert und gespielt. Kurt Patrick Geiers schöner Gesang lässt den Zuhörer die Zeit vergessen und in einen Zustand von süßer Trägheit verfallen, eben „Inertia“. Weitere Informationen inklusive einige Hörproben unter www.raintracks.com.

Adolf Goriup

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