BRETONISCHE MUSIK

CD-Besprechung Gwennyn: Mammenn

Anspieltips: 2, 4

Gwennyn
"Mammenn/Matrice"

www.gwennyn.com

 

 

Keltia Musique, 2008

Musiker

Gwennyn (chant), Patrice Marzin (guitares, programmations, mandoline) Mikael Cozien (Cornemuse) Philippe Turbin (piano, accordéon), Patrick Boileau (batterie) Pierre Bloch (violon) Jacques Moreau (percussions) Invités : Jean-Charles Guichen (guitare) Fred Guichen (accordéon)

Titel

1. Mammenn - 2. We can plinn - 3. The child and the tree - 4. Cyber fest noz - 5. Ene tan - 6. Kenavo - 7.Gololai - 8. A galon andro - 9. An enved - 10. Douarn ma zad - 11. We are here (total: 43:08)

Gwennyn ist eine der jungen bretonischen Sängerinnen, die derzeit als ganz neues Phänomen auf den Bühnen in der Region, aber auch immer häufiger außerhalb der Bretagne auftauchen. Auf dem fruchtbaren Boden der traditionellen Musik und in ihrer Muttersprache bretonisch komponiert Gwennyn Chansons, die von der Gegenwart erzählen, vom Leben in der Bretagne und vom Leben der Menschen in einer globalisierten Welt. Da geht es um die bretonische Gesellschaft, die sich im gemeinsamen Tanz traditioneller Tänze vereint und um den Kampf um die Identität („We can plinn“). Es geht um die Kinder. Immer wieder erzählt die Mutter Gwennyn Louarn von dem Leben der Kinder, von ihrer Zukunft und von der gesellschaftlichen und historischen Matrix („Mammenn“) die uns alle prägt.
Für die musikalischen Arrangements und die Begleitung zeichnet kein geringerer verantwortlich als der hochkarätige Gitarrist Partice Marzin, der auch für die Produktion zuständig war. Ein Album, das sowohl inhaltlich als auch musikalisch Brücken schlägt, voller Lieder, die von Gwennyn sehr gefühlvoll vorgetragen werden.

Bezug: www.bretagne-musik.de

W.R. (Erstveröffentlichung in Folkmagazin N° 283)