IRISCHE MUSIK

CD-Cover The Irish Folk Festival 02: A Blast from the Past


Anspieltip: 5, 12, 13

THE IRISH FOLK FESTIVAL 02
"A BLAST FROM THE PAST"






 




Magnetic Music, 2002

MUSIKER und TITEL

GERALDINE MACGOWAN: 1. My Lover in Erin 3:40 - 2. Dimming of the Day 3:58 - 3. Missing You 4:19 - 4. I Wish My Love Was a Red Red Rose 2:55
ALAN KELLY BAND: 5. Devaney's Goat/The Broken Pledge/The Mountain Top 4:01 - 6. Up and Away/Jackson's Morning Brush/The Maids on the Green 5:34 - 7. Taimse ina Chodladh 3:43 - 8. Big John's reel/Geaorge White's Favourite/Gorman's 3:39
JAKE WALTON & ERIC LIORZOU: 9. Lord Franklin 3:56 - 10. Inisheer/Fran's reel 4:06 - 11. Twa Corbies 3:56 - 12. Bonaparte's 3:39
SLIDE: 13. The Sporting Pitchfork/Ol' Black Eyes 3:11 - 14. Siobhán Ní Dhuibhir 4:44 - 15. Bóthar h-Easaí/Maud Miller/Boys of Tulla 2:59 - 16. Is Fearr Ascail Siúl Deas 8:01

(total: 67:51)

"A blast from the Past" lautet der Untertitel der aktuellen CD des IRISH FOLK FESTIVALS 02, also so viel wie "ein Schmettern aus der Vergangenheit" ? Nun gut, irgendein verkaufsträchtiges Motto braucht man eben immer und wen interessieren schon die Äußerlichkeiten. Schließlich zählt ja der Inhalt, und der ist nicht schlecht.

Die Auswahl der Titel auf der CD entspricht teilweise dem Programm des IFF, so wie es zu uns in die Städte kam, lediglich die Abfolge ist anders. Auf der CD geht's los mit Geraldine MacGowan, Sängerin und Mitbegründerin der nicht mehr existierenden Gruppe Oisín, die Ende der 70er/Anfang der 80er Jahre mehrere Alben aufnahm. Alle ihre Soloalben wurden von Magnetic Music produziert und auf der IFF 02-CD ist sie wie die anderen gruppen auch mit 4 Titeln vertreten.
Mit persönlich ist der Sound von G.MacGowan & Friends (herausragend im Konzert mit seinem Flötenspiel: Brian O'Connor !) etwas zu nah an schwülstigem "celtic emotions" Feeling angebaut und leider findet man auf der CD keines der mitreißenden Instrumentals mit G.MacGowan am bodhran, die für mich im Konzert wesentlich mehr "blast" hatten.

Die Alan Kelly Band sind da schon eher mein Fall. Beste irische traditionals (und Eigenkompositionen), mal mitreißend dynamisch, mal sentimental. Aber insgesamt wesentlich näher an der "past".

Ein ganz spezieller Fall sind dann Jake Walton & Eric Liorzou. E.Liorzou, Mitbegründer, Sänger und Gitarrist der bretonischen Gruppe Bleizi Ruz spielt schon seit einiger Zeit mit dem Drehleier-Mann J.Walton aus Cornwall zusammen.
Und diese sehr eigene Mischung kommt nun auf der CD wesentlich besser zur Geltung als im Konzert. Zwar bekommt man auf der CD nichts mit von Erics amüsanter Moderation (die Hurdy-Gurdy-Witze !), aber live war alles auf starken Gruppensound eingepegelt und nicht auf ein Duo mit leisen Zwischentönen - leider. Dabei zeigen die 4 Titel des Albums, was die beiden so draufhaben: vor allem der Reel "Bonaparte's" !

Und zu guter letzt auf CD wie auch im Konzert die wahre Entdeckung des IFF 02: SLIDE.
Nach all der doch eher besinnlichen und gewohnten Kost der anderen Interpreten, bieten die 4 Jungs alles, was man sich an "blast" nur wünschen kann. Mitreißende, frische und kraftvolle Musik (leider geht die fiddle auf der CD im Vergleich zum Live-Auftritt viel zu sehr unter) und eine unvergleichliche Bühnenpräsenz bei den 4 Musikern, allen voran mit fiddle und Gesang Daire Bracken (ex-Danú und ex-Niamh Parsons).