BRETONISCHE MUSIK

CD-Besprechung
Anspieltips: 2, 4, 5

LES OISIVES
"L'INTANGIBLE"



www.pudding-prod.com








Pudding Productions, 2005

MUSIKER

Sylvie Jourdan: paroles, musique, accordéon, orgue, chant - Soazig Le Lay: violoncelle, guitare, basse, chant

GÄSTE


Vincent Courtay: batterie - Slaaam: électronique - Edith: chant

TITEL


1. Carbel - 2. Près de toi - 3. Comme tu m'aimes - 4. L'indécise - 5. Pulsion - 6. I go to sleep - 7. Les p'tits piments - 8. Jade - 9. L'intangible - 10. Exil - 11. Fatale

(total: 41:52)

Musiker und Musikerinnen in der Bretagne beweisen in den vergangenen Jahren immer öfters, dass sie auch als "bretonische" Musiker moderne und zeitgemässe Musik produzieren, ohne lediglich vorgegebene Muster der anglo-amerikanischen Mainstream-Szene zu kopieren. Die französischen Traditionen des Chanson und der dramatisch-erzählenden Lieder, gepaart mit einer ordentlichen Portion regionalem Individualismus kennzeichnen diese neuen Produktionen.

So auch im Fall der aktuellen CD des Duos "les Oisives", der urbanen "Müßiggänger" aus Rennes Sylvie Jourdan und Soazig Le Lay. Die erstere begann ihre musikalische Biographie als Strassenmusikerin, begleitete sich selber auf dem Akkordeon in den Gassen von Saint-Malo und später in Paris, auf dem Montmartre. Dort sang sie zuerst die Lieder anderer Chansoniers, komponierte dann eigene Lieder. Heute ist sie die eigentliche Seele des Duos "les Oisives": sie schreibt die Texte, die Alltagsszenen und Liebesdialoge beschreiben. Sie komponiert die Melodien zu den musikalischen Anekdoten und haucht ihnen Leben ein.

Soazig Le Lay begann mit einer klassischen Cello-Ausbildung auf dem Konservatorium, die sie später gegen eine elektrische Gitarre eintauschte, um schon bald als Gitarristin und Sängerin der Gruppe "Zagohai" aus Rennes aufzutreten und Erfahrungen zu sammeln.

2003 entstand dann das erste Album des Duos "Salto arrière", das schon ahnen ließ, welches erzählerische und dramaturgische Potential hier zum Vorschein kommt.

Das Album klingt mtunter wie die Musik zu einem melancholischen Film, der urbane Abenteuer und Alltagsszenen schildert ("I go to sleep"), dann sind da wieder Lieder voller Rhythmus und musikalischer Spielreude ("L'indécise").

 
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