BRETONISCHE MUSIK

CD-Besprechung Melaine Favennec: Hey ! Ho !

Anspieltips: 1, 2, 6

Eric MARCHAND
"unu daou tri chtar"


www.innacor.com

 


 

 


Innacor / L'Autre Distribution , 2005

Musiker

Erik Marchand: chant - Costica Olan: taragot - Jacky Molard: violon, alto, contrebasse - Viorel Tajkuna: accordéon

Titel

1. Kened Eros 3:39 - 2. Olani 2:36 - 3. Speied 3:20 - 4. Lunca 6:40 - 5. Jaures 4:49 - 6. Marcel 5:54 - 7. Stefaneti 1 5:25 - 8. Stefaneti 2 2:37 - 9. Umblu noapte ca-si un lotru 2:22 - 10. Draghicesca 5:20 - 11. Sopsteveni Raspored 7:57 - 12. Jaures 4:44
total: 56:04
+ Bonus: Video 10:40

Erik Marchand, bekann geworden vor allem in den 80er-Jahren durch seinen Gesang bei der legendären bretonischen Gruppe GWERZ, hat sich mittlerweile anscheinend endgültig in Richtung Balkan orientiert, zumindest was den Großteil seiner eigenen Produktionen angeht.
Mit Ausnahme der gemeinsamen CD mit Rodolphe Burger "Before Bac'h" standin den vergangenen Jahren häufig die Kombination bretonischer und rumänischer Musik im Zentrum seiner Projekte (+ Taraf de Caransebes, Pruna).

Das Quartet "unu daou tri chtar" oder auch "1 2 3 4" stellt nun eine Art Endstation dieser Suche nach der perfekten Kombination bretonischer Melodien und Rhythmen mit der musikalischen Welt des Balkan dar. Vorgestellt wurde das Ensemble auf der internationalen Bühne bereits Ende 2005 auf der vergangenen Weltmusikmesse WOMEX in England.

Jetzt ist also das Album "unu daou tri chtar" als zweite Veröffentlichung bei dem neuen Label Innacor von Bertrand Dupont erschienen und bereits mit den ersten beiden Produktionen (N° 1: Hasan Yarimdünia) wird deutlich, dass sich hier ein feines neues Ausnahmelabel in der Bretagne etabliert, dessen Produzenten mit großer Kompetenz Musik präsentieren, die von erlesener Qualität ist.

Mit diesem Album belegt Erik Marchand ein weiteres Mal seinen genialen Ansatz, dass die bretonische Musik ohne Abstriche mit der Musik der Balkanländer kombinierbar ist. Diese "Ehe" erzeugt eine ganz neue Musik voller fremdartiger Reize und überraschender Klänge, die derzeit ihresgleichen suchen.

Das Quartet Erik Marchand, Jacky Molard, Costica Olan und Viorel Tajkuna stellt darüber hinaus die ideale Besetzung dar für dieses Projekt und es bleibt zu hoffen, dass es sich bei dieser Formation um eine dauerhafte handelt, die möglichst bald auch ausserhalb der Bretagne auf europäischen Bühnen zu hören sein wird.

 
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