BRETONISCHE MUSIK

Erik Marchand: Kan

ERIK MARCHAND
"KAN"







 

 

BMG, 2001

MUSIKER

chant de: Erik Marchand, l'ensemble de Mallakastër (Albanie), Le Tenore de Santu Predu (Sardaigne), Fransy Gonzales Calvo (Galice), Bassey Koné (Mali)
TITEL

1. Gwerz Sulian 3:30 - 2. A danta 6:58 - 3. O Margarita 4:06 - 4. Kan ar merc'hed 3:49 - 5. Cantar do liño 1:38 - 6. beni bella war ar mene 4:05 - 7. Tile 2:59 - 8. Ma maîtresse est bien loin d'ici 2:40 - 9. Mutos e s'andira 2:15 - 10. Gurry Bey-san, Bassey ne Balsh 3:43 - 11. An heol a ra sklerijenn 4:28 - 12. Pandeiretada de Santa Sabina 2:54 - 13. Xhan xhan 3:18 - 14. Dillu de Vigo dos Toxas 2:41 - 15. Ymer Ago 6:31 - 16. 5 kan 5:15

(total: 61:49)

Das ist nun wohl das erste wirkliche World Music-Album aus der Bretagne und von wem anders als von Erik MARCHAND hätte das auch kommen können.

Nach seinen gemeinsamen Aufnahmen mit dem TARAF DE CARANSEBES aus Rumänien, mit einem indischen Tabla-Spieler (Hameed Khan auf "An Tri Breur") hat er nun endlich und nicht ganz unerwartet den Sprung zur "métissage world music" gewagt. Und wer anders als Erik Marchand hätte dies auch so souverän und unkompliziert bewältigen können.

Die Zusammenarbeit mit dem Taraf ergab sich aus einem Urlaubsaufenthalt in Rumänien. Auch wenn das so natürlich nicht stimmt, die Gästeliste der neuen CD "KAN" liest sich wie eine Reise quer durch Europa und über Europa hinaus: Albanien, Sardinien, Galizien und Mali.

Ebenso so bunt und interessant ist die musikalische Reise, die man beim Hören dieses Album antritt. Osteuropa, Spanien und Afrika in Rhytmik, Melodie und Klangfarbe - aber - und das macht die Persönlichkeit und das musiklaische Genie von Erik Marchand aus - er verliert niemals seine bretonische Bodenhaftung. Gehört er doch einer Generation bretonischer Musiker an, deren Musikalität ein sehr solides Fundament in der Traddition der Bretagne hat.

Dieses Album ist anders, für viele sicher nicht das, was sie sich von dem "bretonischen" Sänger und Musiker Marchand erwartet haben - aber es ist auf jeden Fall ein weiterer Meilenstein in der Geschichte der bretonischen Musik.

...und es ist sehr gut, interessant und hörenswert !