BRETONISCHE MUSIK

CD-Besprechung Melaine Favennec: Hey ! Ho !

Anspieltips: 3, 5, 6

Soïg Sibéril
"Lammat..."


www.soigsiberil.com

 




Coop Breizh, 2006

Musiker

Soïg Sibéril: guitares - Patrice Marzin: guitares - Nolwenn Korbell: chant - Eric Le Lann: trompette - "Abstrackt Keal Agram" Tanguy Destable et Lionel Pierres: programmations, synthés

Titel

1. Spiced jigs 4:15 - 2. Al Lizhzer 4:07 - 3. Lammat... 6:26 - 4. Medley 4:44 - 5. Skoaselloù 2:14 - 6. O" 5:53 - 7. Gollodic 5:32 - 8. D'Etel à Takamata 4:42 - 9. Loony/la Baratte 5:26 - 10. "L'Atelier" (reels) 3:29 - 1. Luskell 2:37
(total: 49:32)

Dieses Album können Sie bei www.bretagne-musik.de online bestellen
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Nach langjährigen Ausflügen in die eher traditionell folkorientierten Gefilde irischer und bretonischer Melodien und Rhythmen überrascht Soïg Sibéril uns bei seinem neuen Album "Lammat..."mit ganz neuen Klängen und einer sehr modernen Dynamik.

Nicht mehr nur sanft dahingleitende Gitarrenkompositionen (die natürlich auch: "spiced jigs", der Opener mit irischem Touch oder "Al Lizher", die Bretagne von ihrer sanften Seite), sondern auch stärkerer Stoff, kräftigere Klänge.

Begleitet wird . Sibéril diesmal von niemand geringerem als Patrice Marzin, Nolwenn Korbell (mit der gemeinsam er als Duo auftritt) und Eric Le Lann, dem Jazz-Trompeter. Das wirkt sich äußerst belebend auf den Vortrag und auf die Arrangements aus. Die Musik erhält witzige Untertöne, da klappert und klackt es auf einmal zur wahnwitzig schnellen Gitarre von S. Sibéril. Da hört man auf einmal "background programming" und Synthsizerklänge, die verstörend wirken ("Medley") - auf das erste hören. Die sich aber schon bald zu einem spannenden und interessanten Klangbild zusammensetzen.

Der neu Sibéril ist experimentierfreudig und, verspielt und er hat Witz und präsentiert Gefühle. In "O" trägt Nolwenn Korbell mehr gesprochen als gesungen einen eigenen Text vor, der von den Erinnerungen an die Zeiten der Liebe erzählt. Schön!

Dann geht es weiter schwungvoll programmiert und mit elektronischer Percussion unterlegt, kräftige Klänge, die einen abheben lassen ("Gollodic"). Das erinnert an die wild romantischen Zeiten bretonischer Gitarrenmusik mit Bernard Benoit in den 70er Jahren.

Eine CD bestens geeignet für Liebhaber bretonischer Musik ebenso wie für die "connaisseure" der keltischen Gitarrenmusik.

 
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