FESTIVAL DE LA DANSE LÉON 2000

Text und Photos von W.Rodrian


Mitten in der herrlichen Landschaft der Monts d'Arrée fand am Sonntag, den 20.August der "Concours de danse Léon" statt.

Gemeinsam mit einer ganzen Reihe von Partnerorganisationen im Léon organisierte Dastum Bro Leon 2000 zum ersten Mal das "Festival de la danse Léon".

So wurden die malerische Landschaft am Fuße der Monts d'Arrée und eine ganze Reihe der Gemeinden, die ansonsten vor allem wegen ihrer "enclos parroissiaux" bekannt und vielbesucht sind, zum Schauplatz eines neuen Festivals.

Im vergangenen Jahr hatte man bereits erfolgreich einen Tanz- und Musikwettbewerb im Rahmen des "pardon de Sainte Anne" veranstaltet. So erfolgreich, daß die Organisatoren sich ermutigt fühlten, mit den großen beiden etablierten Festivals im "pays Plinn" (siehe dazu auch den Artikel von Julien Cornic) und im "pays Fisel" (das Festival Fisel findet alljährlich Ende August in Rostrenen statt) gleichzuziehen.

So wurden die malerische Landschaft am Fuße der Monts d'Arrée und eine ganze Reihe der Gemeinden, die ansonsten vor allem wegen ihrer "enclos parroissiaux" bekannt und vielbesucht sind, zum Schauplatz eines neuen Festivals.

In Zusammenarbeit mit den Vereinen "Tantad" und "Stumdi" aus Saint-Cadou, "Saint-Anne en Judée" aus Lampaul, "terre de traditions"und dem "cercle celtique" aus Sizun , dem Radiosender "Armorig FM" und dem Kulturzentrum "Créatis" aus Saint-Sauveur wurde für den Zeitraum vom 14. bis zum 20.August ein anspruchsvolles Programm gestaltet.

Tänze und Trachten aus dem Léon, "veillées" (das sind Abendveranstaltungen, die Tanz, Musik und das Erzählen von bretonischen Geschichten und Legenden beinhalten), Bretonisch-Kurse, Tanzkurse, ein alter Markt, Konzerte, festoù-noz, eine Photoausstellung und natürlich am letzten Tag, am Sonntag den 20.August der "concours de danse Léon" - das alles konnte man sich innerhalb einer Woche zu Gemüte führen.

Ich nutzte gleich zu Beginn meines diesjährigen Sommeraufenthaltes in der Bretagne die Gelegenheit und besuchte den "concours de danse Léon".
Bei der malerischen Kapelle Sainte Anne bei Lampaul-Guimiliau, die allerdings nicht ganz einfach zu finden war, traf im Laufe des Vormittags eine beachtliche Anzahl von Besuchern ein.

Im Rahmen des "concours des sonneur en couple" traten am frühen Nachmittag lediglich vier Paare an. Die Brüder Eric und Fabrice Beaumin, Frelout & Bodros, Jacob & Bihan sowie Roger Le Hir & Yves Chapalain (siehe auch die Photos).

Der Musikwettbewerb war insofern von besonderem Interesse für mich, als die Gewinner dieser Konkurrenz zwei Wochenenden später als Vertreter des Léon beim "Championnat de Bretagne des sonneurs en couple" antreten würden.

Unter großer Anteilnahme des versammelten Publikums sowie den konzentrierten Mienen der Jury maßen sich die vier "couples" in den vorgeschriebenen Disziplinen "mélodie", "marche" und "danse".

Die Wahl der Jury fiel dann schließlich auf Roger Le Hir und Yves Chapalain, die mir besonders durch ihr ausdrucksstarkes Melodiespiel auffielen. Roger Le Hir war durch ein bewundernswertes Tremolo in der Lage, seinem Bombardespiel ein ganz besonderes "feeling" zu geben.
Dieses Paar gewann überzeugend und so spielten sie sich beim "championnat" in Gourin unter all den großen der Szene dann auch auf einen guten 8. beziehungsweise 9.Platz in den drei Pflichtdisiplinen "mélodie", "marche" und "danse".


Quelle: "Festival de la danse Léon" in: Musique Breton N° 161: 10f.