Gérard CHEVALIER
"Ici finit la terre"

Buch-Besprechung Gérard Chevalier: Ici finit la terre

336 Seiten, französisch, Paperback, Format 15,5 x 24 cm,
Preis 19,50 €

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Coop Breizh
Kerangwenn
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BESPRECHUNG

Auch in der Bretagne liegen Romane und vor allem Kriminalromane (polaires) mit Lokalkolorit bereits seit einigen Jahren im Trend. Mysterythriller, die in Carnac spielen ebenso wie Fantasyromane, welche ihre Inspirationen gerne aus der bretonischen Mythenwelt beziehen. Vieles davon sind ebenso wie bei uns literarisch anspruchslose Eintagsfliegen, die gerade mal als Strandlektüre taugen.

Nicht so der jüngste Roman des Schauspielers und Drehbuchschreibers Gérard Chevalier „Ici finit la terre“. Gut lesbar, ohne dabei in literarisch laienhafte Beliebigkeit zu verfallen beschreibt der Autor, wie sich die Schatten der Vergangenheit auf der île de Batz in den frühen 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts zu dramatischer Realität verdichten.
Der Roman nimmt seinen Anfang 1944, kurz vor Kriegsende.Die deutschen Besatzer ziehen sich zurück. Allerdings hat die Besatzungszeit bei den Inselbewohnern zu heftigen Spannungen geführt, die sich schließlich in zwei Morden entladen, die niemals aufgeklärt werden.
Etliche Jahre später scheint alles vergessen, bis es 1973 zu erneuten Mordanschlägen kommt. Die polizeilichen Untersuchungen stoßen auf eine Wand des Schweigens, der Angst und des Mißtrauens.

Gérard Chevalier fesselt den Leser mit stimmungsvollen Szenarios, einer dichten Athmosphäre und tiefgründig gezeichneten Charakteren. Verführung, Eifersucht, Mißgunst und Rache sind der Stoff, aus dem dieser spannende Roman entsteht.

Und bis zuletzt fiebert man als Leser der Auflösung des dunklen Geheimnisses entgegen, das die Bewohner der Insel Batz mit ihrer Vergangenheit verbindet.

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