ELLE ÉTAIT UNE FOIS (Roman)
Yvon Le Men, 2002

Buch-Besprechung: Yvon Le Men: Elle etait une fois

Flammarion

(Roman, 154 Seiten, 2002)

Preis: 12,50 €

der bretonische Schriftsteller und Poet Yvon LE MEN "Manuel liebt Valérie, Valérie liebt Manuel. Aber es ist unmöglich, mit Manuel zusammenzuleben, einem völlig orientierungslosen Gelegenheitsdichter. Sie hat die Nase voll und verläßt ihn. Es bricht ihm das Herz. Ein geheimnisvolles Gedicht reißt ihn aus seiner Despression, ein Text voller Lebendigkeit, der von einer alen Frau geschrieben wurde, die einsam und sterbend im Krankenhaus lag. Manuel beschließt, mehr über die alte Dame herausuzfinden, um zu verstehen, wie es möglich ist, dass jemand am Ende seines Lebens so voller Leben sein kann.

Schon bald ist es das Gedicht, das ihm den Weg weist. Es führt ihn in fremde Gegenden und neue Dimensionen, von der Bretagne in die Normandie und über Brügge bis nach Connemara. Gesäumt wird seine Reise von Begegnungen mit überraschenden Unbekannten, die Manuel mehr und mehr die ...

Gemeinsam mit Ihnen befasst er sich mit seiner Vergangenheit, lebt er die Gegenwart und beginnt, seine Zukunft zu akzeptieren. Unterwegs als Erforscher von Gedichten, als Kind und dann als Verführer, als Schützling und als Beschützer, wird Manuel auf dieser Reise seinen Lebenswillen wieder finden."

Soweit der Klappentext zum letzten Roman des bretonischen Dichters und Schriftstellers Yvon Le Men. Eigentlich ist Yvon Le Men Dichter. Seine etlichen Gedichtbände und -Sammlungen wurden in der Vergangenheit vor allem von seinem Stamm-Herausgeber FLAMMARION veröffentlicht.

Seit einiger Zeit veröffentlicht dieser herausragende bretonische Dichter, der im nordbretonischen Lannion zu Hause ist, auch Prosa. Drei Bände insgesamt: "Le petit tailleur de shorts" (auf deutsch erschienen 1999 im Joly-Weinberg Verlag, Berlin unter dem Titel "Das erste Mal, ein letztes Mal"), "La clef de la chapelle est au café d'en face" (1998) und "On est sérieux quand on a dix-sept ans" (1999). In kurzen Erzählung voller athmosphärischer Dichte erinnetr Le Men in diesen Bänden seine Kindheit und Jugend in der Bretagne.

Mit dem vorliegenden Roman "Elle était une fois" beschreitet Le Men nun erstmals mit großer stilistischer Sicherheit neue Wege. Er entfernt sich von sich selber und beschreibt die psychische Krise seines Antagonisten Manuel, der mit dem Leben nicht lkarkommt, Frau und Kind verlassen ihn und es ist schließlich das Gedicht einer alten, verstorbenen Frau, das ihm die Kraft zum Leben (zurück)gibt. Die Reise auf den Spuren dieses Gedichtes führt ihn durch Nordfrankreich bis nach Irland und in den Begegnungen mit Menschen, die ihm über das Gedicht und die Verfasserin Informationen geben, lernt er sein Leben schätzen und akzeptieren.

Ein zutiefst menschlicher und berührender Roman, der es verdient hätte, in einer deutschen Übersetzung zu erscheinen.

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