Ronan Gorgiard
„L‘étonnante scène musicale bretonne“

Cover l'etonnante scene musicale bretonne

255 Seiten, französisch,
Preis 54,50 €,
Éditions Palantines 2008

Erhältlich bei

Coop Breizh
Kerangwenn
F- 29540 Spézet / Speied
Tel. 0033-(0)2-98 93 83 14
Fax. 0033-(0)2-98 93 87 97

INHALT und BESPRECHUNG

Chanter la vie à pleine gorge
1. Les passeurs de mémoire
2. Les pères fondateurs
3. Les disciples
4. La fête de nuit
5. Rock E Breizh
6. Les Bretons «hors label»
7. La scène bretonne actuelle
8. JazzE Breizh
9. Rock et dépendances
10. La «nouvelle chanson bretonne»
11. Les loups de mer
12. Les hommes (et femmes) de chœur
13. Une terre d‘exubérance musicale
Annexes

Vor knapp 15 Jahren kam das Standardwerk der bretonischen Musik heraus. „Musique Bretonne“ war und ist bis heute die große und unverzichtbare Publikation zum Thema für alle, die sich mit der Geschichte und der Gegenwart der bretonischen Musik beschäftigen.

2008 wurde „Musique Bretonne“ (La Chasse Marée) nun durch ein nicht ganz so umfangreiches, aber nicht weniger wichtiges Buch ergänzt. Illustriert mit unzähligen Photos präsentiert „L‘étonnante Scène Musicale Bretonne“ (Éditions Palantines) von 2008 einen spannend und gut lesbar geschriebenen Überblick der bretonischen Musik, der sich vorwiegend auf die letzten 50 Jahre konzentriert.
Beginnend mit der Generation der soeurs Goadec und frères Morvan, über die Gründergeneration der modernen bretonischen Musik wie Alan Stivell, Glenmor und Youenn Gwernig bis hin zu den jüngsten Vertretern der zeitgenössichen bretonischen Musik wie Red Cardell, Matmatah oder den Ramoneurs de Menhirs wird in dieser Veröffentlichung das gesamte Panorama der jüngeren bretonischen Musik entfaltet und deren Entwicklung dargestellt.
Welche Bedeutung hatte das Wirken der Gründer des legendären Labels Nevenoe auf diese Entwicklung?
Wie manifestieren sich bis heute musikalische Genres wie die Rockmusik, der Jazz und das Chanson in der Region und welchen Einfluß nehmen sie auf die traditionelle Musik?
Welches sind die wichtigen Locations, die Bühnen, auf denen die Stars der Szene in den vergangenen Jahrzehnten groß geworden sind?

Der Autor Ronan Gorgiard und seine Co-Autoren haben für Ihre Publikation wunderbares, teilweise noch nie veröffentlichtes Bildmaterial recherchiert und präsentieren die bretonische Musikszene in einer bisher noch nicht gesehenen Bandbreite.
Kurze, prägnante Kapitel machen das lesen dieses gut 250 Seiten umfassenden Buches kurzweilig und man kann sich anhand der gut strukturierten Überkapitel und der vielen biografischen Kapitel, die einen Sänger wie Miossec und einen Komponisten wie Yann Tiersen ebenso wie typische Vertreter der Musiktradition (Yann-Fanch Kemener oder Roland Becker) auf zwei oder drei Seiten vorstellen, leicht orientieren.

Seemannslieder, Chöre, La Nouvelle Chanson Bretonne und unklassifizierbare Künstler aus der Bretagne wie Hugues Auffray, Alan Barrière, Polnareff oder Brigitte Fontaine finden hier Platz und mir persönlich hat in der letzten Zeit selten ein Buch dermaßen viel Vergnügen bereitet und mich zum Schmökern verleitet wie „L‘Étonnante Scène Musicale Bretonne“.

In diesem Buch kann man nachschlagen ebenso wie sich Kapitel für Kapitel auf die Spuren der bretonischen Musik der letzten fünf Jahrzehnte begeben. Ein Buch für alle, die sich dem Thema ohne Fußnoten und wissenschaftliche Abhandlungen nähern wollen.

Willi Rodrian

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