POLIG MONJARRET / Teil 2

Ein Wegbereiter der musikalischen Rennaissance in der Bretagne
Von Yves Labbé (in: Musique Bretonne 178 Mai/Juni 2003)














Polig Monjarret

Mit freundlicher Genehmigung des Verfassers, Yves Labbé, können wir diesen Artikel über eine der wichtigsten und interessantesten Persönlichkeiten der jüngeren bretonischen Geschichte veröffentlichen. Polig Monjarret war an der Gründung etlicher bretonischer Organisationen im Bereich Kultur und Musik beteiligt, er legte den Grundstein für einige der bedeutendsten, bis heute lebendigen Kulturveranstaltungen wie bspw. den "Kan ar bobl"oder das "Festival Interceltique de Lorient".

Polig Monjarret verstarb im Alter von 83 Jahren im vergangenen Dezember 2003.


Hier nun der zweite und letzte Teil dieses hochinteressanten Artikels von Yves Labbé.

Die ersten "bagadoù"

1947 fand das dritte Sommer-Trainingslager in Sarzeau statt und die Teilnehmer wurden zu einem Auftritt in Morlaix zum Kongreß der Organisation Sao Breiz der FFL (Forces Françaises Libres) eingeladen. Dort tradten sie gemeinsam mit einer schottischen Delegation auf, die von der City Police Pipe Band aus Glasgow begleitet wurde.

Polig war enorm beeindruckt von dieser Band und ließ sich davon inspirieren. Noch im November desselben Jahres zog er nach Carhaix (wo sich ihm durch die zentrale Lage die besten Möglichkeiten boten, bretonische Melodien zu sammeln). Er ließ sich dort als Dekorateur nieder und besuchte natürlich den dortigen "cercle celtique".

"Ich machte ihnen den Vorschlag, eine Gruppe mit binioùs, bombardes und Trommeln zu gründen. Die meisten der Burschen waren Eisenbahner und sie hatten genug Geld, um sich Instrumente zu besorgen. Also sagte ich zu Dorig: du baust uns jetzt ganz schnell die Instrumente, das ist für den BAS von größter Bedeutung. Es sind auch Kinder mit dabei, schau zu , dass du auch kleine binioùs machst. Eineinhalb Monate später begannen wir in ausrangierten Eisenbahnwaggons mit en Proben."
Die Teilnehmer eines der ersten Sommerlager des BAS (wahrscheinlich in Argol 1946). Jef Le Penven, der 'musikalische Zensor' der Organisation hält den Dudelsack von Polig Monjarret Im Mai 1948 trat diese Gruppe zum ersten Mal zusammen der Blaskapelle auf. Die binioùs spielten abwechselnd mit den Bläsern. Diese neue Formation (die sich bald Kevrenn SNCF Karaez nannte) machte bei den Aufmärschen durchaus Eindruck und brachte den Ball ins Rollen. In Rostrenen wurde eine Gruppe gegründet, dann in Quimperlé. Und so kam es zur Geburt des Phänomens, das man heute unter dem Namen Bagad kennt.

Nahezu alles, was auch heute noch den Alltag und die wichtigsten Elemente des BAS ausmacht, wurde bereits damals, 1949 grundgelegt. 1950 verwarfen die Verantwortlichen den Begriff "clique" für die Bands und ersetzten ihn einen Monat danach durch "bagad-sonerion". Später hieß es dann einfach nur noch "bagad".
Ein Bagad besteht grundsätzlich aus drei Elementen: an der Spitze marschieren zwei Reihen mit "binioù braz" (also den schottischen pipes), darauf folgt eine Abteilung von 6 bis 8 Bombardes. Den Schluß bildet die Schlagzeug-Abteilung mit 4 "snare-drums" und zwei großen Trommlen, die eine große Basspauke flankieren. Die Leitung und die Kommandos der ganzen Formation, die sich fast wie eine militärische Truppe entwickelt, übernimmt der sogenannte "penn-bagad". Eine bretonische "Uniform" ist vorgeschrieben.

Das gesungene und instrumentale Repertoire in der Bretagne bewahren

Überall entstanden jetzt die bagadoù und Polig war von dem viel zu schnellen Erfolg beunruhigt: "Wir haben nicht genug Zweigstellen und Techniker, um mit diesem enormen Wachstum mitzuhalten. Wir müssen Fortbildungen für die Betreuer und für die Leiter ("penn-bagad") organisieren, aber wir haben weder genug Zeit dafür noch die finanziellen Mittel. 80% unserer Nachwuchsmusiker erhalten in den jeweiligen "cercles celtiques" nur eine sehr mittelmäßige Ausbildung. Die meisten von ihnen können nicht so zum Tanz aufspielen, wie es eigentlich wünschenswert wäre", schrieb er in der Ausgabe vom Oktober 1951 in der Zeitschrift Ar Soner. Und er forderte die Musiker auf, "die Alten aufzusuchen, sie mit allem gebotenen Respekt nachzuahmen. Kurz gesagt, sie sich als Lehrmeistern zu suchen".

Der BAS hatte bereits ein Repertoire von fast 2.000 Melodien archiviert, als es man erkannte, wie ungeheuer wichtig es war, das umfangreiche musikalische Erbe vor dem Vergessen zu bewahren. Die alten Musiker und Sänger waren bereits sehr alt. "An nur 7 Sonntagen" schreibt Polig, "habe ich allein in der Gegend von Carhaix 272 Melodien aufgeschrieben. Mein Freund Albert Trévidic hat die Noten von gut 50 Liedern notiert, von denen einige aus mehr als 70 Strophen bestehen." Er forderte alle dazu auf, soviel beizutragen wie möglich - aber mit System.

Die wahren Schulen der bretonischen Kultur aufbauen.

Über die Rolle, welche die "cercles celtique" spielen sollten machte sich Polig ebenfalls viele Gedanken. Er wünschte sich, dass jeder dieser "cercles" eine wahre Schule der bretonischen Kultur wird, welche die Mängel der offiziellen Bildungseinrichtungen ausgleichen sollt.
Gemeinsam mit Loeiz Ropars und einigen anderen arbeitete er an der Wiedervereinigung der gesamten bretonischen Folklorebewegung. Und eben zu diesem Zeitpunkt, im Juli 1950 wurde auch die "Commission d'études et d'action folkloriques" in Quimper ins Leben gerufen. Die Schirmherrschaft übernahm das "Comité départemental du Tourisme". Am 4 August fand die erste Versammlung in Saint-Pol-de-Léon statt, an der Vertreter der "cercles celtiques", des BAS, von Ar Falz und Bleun Brug teilnahmen.

Bei dieser Gelegenheit trug Polig seine Vision vor, die ihm so wichtig war und wieder übernahm er die Prinzipien der "scouts" (Pfadfinder): jedem Neuling in einem "cercle celtique" wird ein kleines Handbuch übergeben, das dieser in den ersten drei Monaten studieren soll. Dieses Handbuch enthält die grundlegenden Informationen aus den Bereichen der Geschichte, der Geographie, der Sprache, der Trachtenkunde, der Musik etc., über die der junge Bretone informiert sein muss. Nach Ablauf dieser drei Monate wird in einer Prüfung festgestellt, ob der Kandidat den "anneau celtique", den "keltischen Ring" tragen darf. In den folgenden Jahren bereitet sich der Kandidat auf weitere Prüfungen auf höherem Niveau vor. "Auf diese Weise würde sich eine absolut wünschenswerte Auswahl treffen lassen."

Die Gründung von Kendalc'h

Der Dachverband Kendalc'h ("Maintenir"/" Bewahren") entstand am 15.Oktober 1950 in Quimper. In diesem Verband taten sich neben dem BAS alle zusammen, die sich für die bretonische Kultur interessierten. Der Name stammte von Per-Jakez Hélias. Präsident des neugeschaffenen Verbandes wurde Pierre Mocaër, der Generalsekretär des pankeltischen Kongresses. Polig Monjarret wurde zum Generalsekretär ernannt. Es war der Wunsch aller , dass er sich dieser neuen Aufgabe in Vollzeit widmen soll.
Polig Monjarret mit Dudelsack) und Dorig Le Voyer bei einem Pardon, um 1950 Anfang 1951 gab Polig seinen Beruf als Dekorateur auf und wurde Angestellter bei Kendalc'h.
"Der Job war der reine Irsinn. Ich habe an der Gründung von 51 Folkloreveranstaltungen in der Bretagne mitgewirkt und zur Wiederbelebung einiger Veranstaltungen beigetragen, die sich in der Krise befanden. Ein Veranstaltungskalender musste entwickelt werden. Das hat mir wirkliches Kopfzerbrechen bereitet.
Ich musste mich mit den Festival-Komitees herumschlagen, damit sie die Auftritte der "cercles celtiques" und der "bagadoù" angemessen bezahlten."


Erschöpft und völlig entmutigt "von den Mauern des Unverständnisses, den keltischen Geist in den cercles celtiques zu fördern" macht sich Polig im April 1955 auf den Weg nach Abidjan in Afrika. Dort schaltet er total ab und arbeitet für Baufirmen. Als er ein Jahr später in die Bretagne zurückkehrt und sich in Lorient niederlässt hat er nur einen Wunsch: er will sich ausschließlich seinem Beruf widmen und das Vergangene vergessen.

Aber seine Natur ließ ihn nicht zur Ruhe kommen! Es begann damit, dass er dem Abbé Ducamp, einem der Verantwortlichen des BAS half, dessen Kino "L'Excelsior" in Quimperlé wieder herzurichten. Bald danach übernahm er wieder Aufgaben bei der BAS und bei Kendalc'h. Sein alter Freund Loeiz Ropars hatte verschiedene Wettbewerbe für traditionellen Gesang ins Leben gerufen und bat ihn um die Teilnahme in den jeweiligen Jurys. "Und so war ich wieder jeden Sonntag beschäftigt."

Beruflich arbeitete Polig Monjarret immer häufiger als Dekorateur in den Werften von Saint-Nazaire. Er verbrachte auf diese Weise 14 Monate auf der "France", dem letzten großen französischen Linienschiff. In den folgenden 7 Jahren war er es, der sich in Le Havre um die Einrichtung, die Böden und die Wände dieses Schiffes kümmerte. Damals, 1960 wurde er Präsident der BAS.

Das Festival Interceltique de Lorient
Dorig Le Voyer, Freund von Poli Monjarret und Instrumentenbauer der ersten Stunde Der Vorläufer des Festival Interceltique de Lorient, das seit Jahren zehntausende von Besuchern anzieht, war das Festival Interceltique de l'Hyères, das im Juli 1949 in Carhaix gegründet wurde - natürlich auf Anregung von Polig Monjarret.

Dieses Festival wurde jedoch trotz seines Erfolges nicht wiederholt. Erst 1953 wurde in Brest zur Feier des 10-jährigen Jubiläums der BAS ein internationales Dudelsackfestival aus der Taufe gehoben, unterstützt von der dortigen Handelskammer. Dieses Festival wurde jedes Jahr wiederholt und die Musiker kamen aus ganz Europa dorthin. Gegen Ende der 60er Jahre ging es mit dem Festival bergab und erst im Jahr 1971 kam es in Lorient zu einer zweiten Geburt. Verantwortlich dafür waren Pierre Guergadic, der Präsident des Veranstaltungskomitees und Jean-Pierre Pichard, der neue Generalsekretär des BAS.

Im Rahmen dieser Veranstaltung versuchte Polig 1974 auf die Bitte von Pierre Guergadic hin in den folgenden beiden Jahren die Organisation SAB (Sport athlétiques bretons) wieder aufzubauen. Dazu überarbeitete er die Vereinsregeln und richtete Wettbewerbe auf Ebene der Departements ein. Die Gewinner dieser Vorentscheidungen nahmen dann bei einer Endausscheidung ("championnat de Bretagne") teil, die im Rahmen des Festivals stattfand.

Von Irland zum Kann ar Bobl

Polig erinnert sich, dass er ganz schön ins Schwitzen gekommen ist, bis das endlich geschafft war. Fast so wie hinter den drei herrlichen Connemara Ponies, die er aus Irland mit zurück brachte. Der Direktor ^des Gestüts von Lamballe, der diese Tiere wunderbar fand, hatte ihm vorgeschlagen, einen Verband für Ponyzüchter zu gründen. Polig lehnte das ab. Als jedoch ein Artikel in der Zeitschrift "Paysan breton" erschien, wurde er von Anrufen förmlich erschlagen. "Um die Leute zufrieden zu stellen, musste ich knapp 100 Ponies importieren. Meine eigenen habe ich dann aber verkauft, weil sie zu viel Probleme mit sich brachten!" Gegen seinen Willen hat er sich dann doch noch an der Gründung eines Verbandes beteiligt.
Der Kevrenn SNCF Karaez 1948, der allererste bretonische bagad Polig kannte Irland sehr gut, er war ein begeisterter Liebhaber Irlands. Wenn er vom SPI, dem "Secours Populaire Interceltique" spricht, einer Hlfsorganisatoin, die er 1971 gegründet hat, dann kommen ihm fast die Tränen. In diesem Jahr kehrte er aus Nordirland zurück, wo er viel zu viele im Bürgerkrieg verwundete oder traumatisierte Kinder gesehen hatte. Für einige von ihnen organisierte er einen Aufenthalt in der Bretagne, damit sie ein oder zwei Wochen lang aus dem nichts mehr mit der Guerilla zu tun hatten: "Ich habe Burschen erlebt, die total durchgeknallt waren, als sie hier ankamen!" Da ihn seine vielfältigen Aufgaben regelrecht auffraßen, hat er bald den Platz für Nachfolger freigemacht. Insgesamt erhielten seitdem mehr als 2.000 Kinder aus 6 Grafschaften Nordirlands die Gelegenheit, die Bretagne zu entdecken.

Und noch einmal Irland. Im August 1972, assistierte sich Polig bei der Schlussveranstaltung des Fleadh Cheoil in Kerry, einem großen Wettbewerb, zu dem alljährlich tausende von Musikern, Sängern und Tänzern aus Irland und der irischen Diaspora zusammenkommen. Zur gleichen Zeit erlebte die Bretagne unter dem Einfluß von Alan Stivell eine ganz außergewöhnliche musikalische Blütezeit, die von der bretonischen Musik ebenso inspiriert wurde wie von der keltischen Musik anderer Regionen, vom amerikanischen Folk oder den regionalen französischen Musiktraditionen. Polig war der Meinung, dass man diese ungezügelte Bewegung gut kanalisieren könne, wenn man dem ganzen so etwas wie einen bretonischen Sinn gibt und entsprechenden Veranstaltungen einrichtet, welche die Bewegung richtig in Szene setzen würden. Bestens geeignet dafür wäre die Schaffung eines großen Wettbewerbes, der einmal im Jahr stattfinden soll.

Und das sollte dann der Kann ar Bobl werden, was so viel heißt wie "chant du peuple" oder "Volksgesang", der erstmals am 14. April 1972 in Lorient stattfand.
Auch diesmal war es Poligs Absicht, die Bewegung zu fördern und zu stärken, dadurch dass er regionale Vorausscheidungen einrichtete. Das erwies sich in der Folgezeit als äußerst wirkungsvoll und wird bis bis heute beibehalten.

Auch wenn Polig bereits seit Jahren die Zügel anderen überlassen hat, so bleibt doch der "Kann ar Bobl" eines der großen und wichtigen Ereignisse im Veranstaltungskalender der bretonischen Musik. Dieser Wettbewerb, der vor kurzem sein 30-jähriges Jubiläum feiern konnte, ist mittlerweile in Pontivy zuhause, wo Sänger sowie Musiker mit Geige, Klarinette, Drehleier, Akkordeon etc. zum Wettstreit zusammenkommen. Mittlerweile dhat sich die Harfe als eines der wichtigsten Instrumente heraus kristallisiert und viele Schulkinder, etliche davon aus zweisprachigen Klassen haben dort ihren ersten Auftritt mit traditionellen Liedern aus dem bretonischen Repertoire erlebt.

Und immer wieder Irland. 1974 gelingt es Polig, die erste Städtepartnerschaft zwischen einer bretonischen und einer irischen Gemeinde, Lorient und Galway, zu initiieren. Den Rahmen bildet das Irland-Bretagne-Komitee, das 10 Jahre davor von der Wirtschaftsinitiative CELIB (Comitée d'étude et de liaison des intérêts bretons) ins Leben gerufen worden war und noch eine ganze Weile mit großem Erfolg weiterwirkte.

Nachdem sich die verschiedenen Aktivitäten des SPI als Erfolge erwiesen, schlug man Polig 1972 den Posten des Verantwortlichen für die Öffentlichkeitsarbeit in diesem Komitee an. Seitdem wurden über 100 Städtepartnerschaften geschaffen, einige davon auch mit Städten im Departement Loire-Atlantique.
Polig, der die Verantwortung nun schon vor einigen Jahren abgegeben hat, kommentiert diese Ereignisse folgendermaßen: "Meine Aufgabe bestand darin, die entsprechenden Kontakte in Irland zu finden und so trat ich hier als "bazh-valan" auf, als Kuppler und Vermittler wie früher bei den Hochzeiten!"

Alle Achtung, Monsieur Polig !
Polig Monjarret im Juni 2003 kur vor seinem Tod auf dem Titelbild der Zeitschrift Musique Bretonne Was für ein unglaublicher Werdegang ! Polig Monjarret, ein Mann mit einem starken Charakter, verfügte immer über eine intensive Ausstrahlung, die von allen anerkannt wurde, selbst von seinen Gegnern. Wenn er heute derart viele erfolgreiche Initiativen auf seinem Konto gutschreiben kann, dann liegt das auch daran, dass er es verstand, sich mit fähigen Leuten zu umgeben, die in der Lage waren, später, sobald alles gut lief, seinen Platz einzunehmen,

Der wirklich zentrale Moment seines Lebens blieb jedoch immer der BAS, den er 1982, im Alter von 62 Jahren verließ.
"18 Jahre lang war ich Generalsekretär und 22 Jahre lang Präsident, es war an der Zeit, den Stab weiter zu reichen. Sie haben mich darauf hin zum Ehrenpräsidenten ernannt !"

Wenn man sich die Entwicklungen der bretonischen Musikszene während der 40er Jahre einmal genauer ansieht, dann trifft man jedes Mal, wenn etwas wichtiges geschieht, auf Polig Monjarret. Es waren seine Entscheidungen und seine Initiativen, welche im richtigen Moment die vorhandenen Energien erfolgreich umsetzten und somit die Rehabilitation der bretonischen Musik ebenso wie die der bretonischen Kultur vorantrieben. Das war schließlich auch die Grundlage dafür, dass die Bretonen sich ihre Kultur und Musik immer mehr zurückerobern konnten, dass sie sich von ihrem "Bécassine-Komplex" befreien konnten und sich schließlich wieder voll und ganz zu ihrer Identität bekennen konnten.

Noch nie vorher gab es in der Bretagne so viele Musiker und die Geschichtsschreibung wird festhalten, dass Mitte des 20.Jahrhunderts eine Handvoll junger Musiker, angetrieben von ihrem unerschütterlichen Glauben an die bretonische Sache, die Wende für die Kultur ihres Landes bewirkt haben.

Yves Labbé (Übersetzung: Willi Rodrian, 2004)