DIDIER SQUIBAN: Biographie



Foto Didier Squiban "Le piano, la Bretagne, la mer sont les trois pierres d'angle ("Tri Men") de cet album. L'archipel de Molène en est le coeur tant sur le plan sentimental que géographique."
(D.Squiban im Beiheft zur CD "Molène")

1959 wurde Didier Squiban in Ploudalmézeau, ganz in der Nähe der kleinen Hafenstadt Portsall, die durch die Havarie der "Amoco Cadiz" traurige Berühmtheit erlangte, geboren.
Mit sieben Jahren entdeckt ein Pfarrer sein Interesse an der Musik und macht ihn mit seinem ersten Musiklehrer, Pierre Yves Moigne, bekannt. Ein Jahr später beginnt er mit dem Klavierunterricht (bei Antoinette Keraudren) und durch einen Zufall kommt er auch zu einem Klavier, für das sein Onkel, Jean Gestin, keine Verwendung mehr hatte.
Bereits mit zehn Jahren hat er vor einem Konzert von Gilles SERVAT in Ploudalmézeau seinen ersten öffentlichen Auftritt.

Mit 19 Jahren verschreibt er sich dem Jazz und der Klassik, und zu seinen Vorbildern gehören - bis heute unüberhörbar: Duke Ellington, Keith Jarrett, Charlie Parker und Bill Evans sowie Debussy, Stravinsky, Erik Satie, Darius Milhaud, Schönberg und Glen Gould.
Nach einer musikalischen Ausbildung (agrégé de musicologie, 1988 und diplôme du conservatoire d'État), beendet er seine pädagogische Laufbahn, in der ihn seine Mutter, die selber Lehrerin war, gerne gesehen hätte, bereits nach 2 Jahren. Er beginnt mit 22 Jahren seine Laufbahn als Musiker und gründet verschiedene Formationen: Jazz Forum, Sirius (l'orchestre régional de jazz) und An Tour Tan.

1991 schließlich widmet er sich ausschließlich seiner musikalischen Karriere und gibt seinen Posten als staatlicher Musiklehrer auf.
Foto: Île-Exil mit Didier Squiban und Yann-Fañch Kemener 1993 erst findet seine Begegnung mit der traditionellen bretonischen Musik statt. Für das Spektakel "L'Héritage des Celtes" von Dan Ar Braz sucht man einen Begleitpianisten für den Sänger Yann-Fañch Kemener - und findet Didier Squiban... und so fand Didier Squiban zur bretonischen Musik...
...und so fand schließlich auch das Piano Einzug in das Instrumetarium der bretonischen Musik.

Gemeinsam mit Yann-Fañch Kemener nahm er nun die beiden Erfolgsalben "Enez Eusa" und "Île-Exil" auf, die den Anfangspunkt einer musikalischen Popularität bildeten, der heute quasi embelmatisch für die Gegenwart der bretonischen Musik und ihres wachsenden Erfolges stehen kann.

Es folgten diverse weitere Produktionen wie Karnag (1996), Penn-Ar-Bed (als Auftragsmusik für die Windjammer-Parade in Brest 1996), die Gruppe AN TOUR TAN ("Der Leuchtturm", die u.a. Gilles Le Bigot, Jean-Michel Veillon, Ronan Le Bars und viele andere bretonische Musiker der ersten Wahl versammelt) sowie zahlreiche Gastauftritte bei Produktionen anderer (bretonischer) Musiker wie dem Trio PSG aber auch bspw. Alan Stivell (den er für den wichtigsten bretonischen Musiker überhaupt hält) und erst vor kurzem wurde er sogar von der jungen Techno-Gruppe Manau diesbezüglich angesprochen.
Hände 1997 endlich konnte er sich mit Hilfe von L'OZ Production einen Traum verwirklichen: auf der Insel seiner Vorfahren, Molène, nahm er sein erstes bretonische Solo-Album auf, "MOLÈNE" und vereinte so seine drei Leidenschaften: die Bretagne, das Piano und das Meer.
1999 folgte sein zweites Solo-Album "PORZ GWENN", und 2000 erscheint der Mitschnitt eines Konzertes in Lorient.

Das aktuellste Projekt von Didier Squiban ist die SYMPHONIE DE BRETAGNE, eine Komposition für großes Orchester, Chor, Dudelsack, bombardes (Patrick Molard und Youenn Le Bihan), ein Saxophon, Schlagzeug und Piano, die er im Auftrag der Zeitung OUEST FRANCE und seines Produzenten Gilles Lozachmeur gemeinsam mit seinem alten Musiklehrer Pierre Yves Moigne ausführt.
Die Uraufführung wird am 21.Juni in Lorient im Rahmen der "Fête de la Musique" stattfinden, weiter Aufführungen: am 22.Juni in Rennes, am 23.Juni in Brest und in Paris ist ebenfalls eine Aufführung geplant. Die CD-Veröffentlichung ist für Juni 2000 vorgesehen.

Für Ende 2000 ist die Veröffentlichung des letzten Albums seiner Trilogie für Solo-Piano geplant: "ROSBRAZ".

Quellen: J.P. Jouan (auf Celticsons), C.Rath (Folker! 6/98) und Dominique Le Guichaoua (TRAD Magazine, N 70)




DISCOGRAPHIE (Stand: April 2000)

Solo:

"Tendances" (mit Éric Barret, Jean-René Dalerci, Joel Allouche, 1990)
"L'or de l'île Carn" (mit Sirius)
"Bangor" (mit Sirius)
"L'Odyssée de la mer" (Océanopolis)
"Jazz à Vauban"
"La valse des Orvillers" (mit Alain Trévarin)
Karnag (1996)
Brest 96/Penn-ar-Bed (1996)
An Tour Tan live (1997)
Molène (1997), erhielt 1998 den "GRAND PRIX DU DISQUE DE BRETAGNE"
Porz Gwenn (1999)
concert Lorient (2000)
Symphonie Bretagne (2000) erhielt 2000 den Preis "Création Bretagne"
Rozbras (2001)

gemeinsam mit Yann-Fañch Kemener:

Enez Eusa (1995)
Île-Exil (1996)
Kimiad (1998)

außerdem Mitarbeit u.a. bei:

Dan Ar Braz: "Héritage des Celtes" (1994)
Dan Ar Braz: "Héritage des Celtes Live" (1995)
Manu Lann-Huel: "Île-Elle" (1998)
Soig Siberil: "Gwenojenn" (1999)



Didier Squiban: Biographie