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Didier Squiban in der Muffathalle, München am 29.März 2000
Didier Squiban in der Muffathalle, München am 29.März 2000
Didier Squiban in der Muffathalle, München am 29.März 2000
Didier Squiban in der Muffathalle, München am 29.März 2000 - Do you really mean it?
Didier Squiban in der Muffathalle - Autogrammstunde, München am 29.März 2000
Didier Squiban en concert, Lorient
Didier Squiban: Porz Gwenn
Didier Squiban: Molène
Didier Squiban: rozbras

DIDIER SQUIBAN
Das Münchner Konzert vom 29.März 2000

Am 29. März war Didier Squiban nun zum ersten Mal in München zu sehen und zu hören. Mit viel französischem Charme präsentierte er einen Querschnitt seiner beiden letzten Solo-CDs "Molène" und "Porz Gwenn".

Er bot dem begeisterten und zahlreich erschienenen Münchner Publikum ein Programm bestehend aus Variationen, so wie er es auch auf seiner letzten CD "Porz Gwenn" gehalten hat.
Dabei bestand jede dieser Variationen aus einem mal jazzigeren, mal eher traditionell bretonischem Thema, der zweite Teil der Variationen bot in der Regel rhytmusbetontere Interpretationen bretonischer Tänze.

Die dritte Variation nutzte Squiban zur Darstellung der "schwarzen" Seite bretonischer Gegenwart, er widmete die folgende Improvisation der Ölpest im Süden der Bretagne und betitelte sie mit dem Namen des vor der bretonischen Küste havarierten Öltankers "Erika".

Musikalisch ist Didier Squiban nun sicherlich kein zweiter Keith Jarret, auch wenn dieser und andere Jazz-Pianisten wie Jacques Loussier unüberhörbar zu seinen Vorbildern gehören und des öfteren zitiert werden - aber Squiban ist auf jeden Fall ein sehr guter Pianist mit einem wunderbaren, gefühlvollen Anschlag, er hat ein (bisher) einzigartiges Repertoire ... und er ist auf symphatische Weise unterhaltsam.
Squiban ist in der Lage, den Konzertsaal mit Atmosphären, mit Stimmungen und mit Bildern zu füllen.

Manchmal hat das schon fast etwas meditatives und Christian Rath hat ihn in seinem Portrait (Folker! 6/98) deswegen auch eher mit George Winston als mit Keith Jarrett verglichen. Und da ist schon was dran.

Mal gehen ihm die bretonischen Tänze so locker und rhythmisch von der Hand, daß seine Finger zu imaginären Tänzern eines Fest-Noz werden, dann wiedr kann man bei den getragenen Passagen eines Gwerz die Augen schließen und sich mühelos in die Weite bretonischer Landschaften tagträumen ... das Meer rauscht und die Möwen kreischen am weiß-blauen Sommerhimmel.

Das erinnert an die exquisit gestalteten Hafte, die seinen Solo-CDs beiliegen, an die wunderschönen stimmungsvollen Photos von des bretonischen Starphotographen Michel Thersiquel.

Zu einer zweiten und letzten Zugabe ließ er sich dann noch mit dem Kommentar "are you serious - do you really mean it" herausklatschen.






 

 

 

 

 

 

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