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CD 'Back to Breizh'
Merzhin in Brest, jeudis du port 2000
Merzhin
Merzhin in Brest, jeudis du port 2000
Merzhin
Jeudis du Port in Brest; vor dem Konzert von Alan Stivell am 31.August 2000
Jeudis du Port
Brest 2000
Konzert Alan Stivell, Jeudis du Port, Brest 31.August 2000
Alan Stivell
Konzert Alan Stivell, Jeudis du Port, Brest 31.August 2000
Alan Stivell
Konzert Alan Stivell, Jeudis du Port, Brest 31.August 2000
Alan Stivell
Konzert Alan Stivell, Jeudis du Port, Brest 31.August 2000
Alan Stivell
Konzert Alan Stivell, Jeudis du Port, Brest 31.August 2000: Xavier Geronimi an der Gitarre
Konzert Alan Stivell, Jeudis du Port, Brest 31.August 2000: Marcel Aubé am Baß
Konzert Alan Stivell, Jeudis du Port, Brest 31.August 2000
Alan Stivell
Konzert Alan Stivell, Jeudis du Port, Brest 31.August 2000
Alan Stivell
Konzert Alan Stivell, Jeudis du Port, Brest 31.August 2000
Alan Stivell

Jeudis du Port, Brest 31.August 2000

(Seite 1)


Alan Stivell, das ist die verkörperte Legende der bretonischen Musik schlechthin. Viele der älteren bretonischen Musiker haben irgendwann einmal mit ihm zusammengespielt oder von ihm beeinflußt.
Und man kann sich durchaus fragen, ob die bretonische Musik heute eine derartige Popularität genießen würde, wenn es Alan Stivell nicht gegeben hätte. Schließlich war er es, der mit seiner Variante des Celtic Rock das Revival der bretonischen Musik damals in den 70er Jahren eingeläutet hat.

Aber genug der historischen Remineszenzen. Angesichts all dieser Gedanken konnte ich mir die Gelegenheit, ein Konzert von Alan Stivell in der Bretagne zu besuchen, natürlich nicht entgehen lassen. Ein Heimspiel sozusagen.

Zuhause in München hatte ich ihn zuletzt 1993 im Rahmen seiner Comeback-Tournée erleben können. Damals, als das geniale Album "Again" ihn über Nacht wieder ganz nach oben brachte.
Allerdings lief das Konzert beim Winter-Tollwood in München eher etwas unterkühlt ab, und das lag sicherlich nicht nur an den Außentemperaturen.

Nun gut. Das war damals, das deutsche Publikum ist eine Sache und bretonische Musik, auch wenn sie von Alan Stivell präsentiert wird eine andere - und wie soll man sich auch bei einem bestuhlten Konzert zu einer Gavotte aufraffen.

"Als Vorgruppe war die Newcomer-Band des Sommers 2000 angekündigt: MERZHIN aus Landerneau mit ihrer Variante des Celtic Rock."

Am 31.August also, bei den "Jeudis du Port" in Brest verabschiedete sich Alan Stivell von seinem bretonischen Publikum vor dem Beginn seiner Welttournée 2000/2001. Und das alles draußen und umsonst. Ein MUSS also! Sein neuestes Album "Back to Breizh!" war kurz vorher erschienen und hatte schon gezeigt, daß Stivell - wenigstens vorerst - nach all seinen World- und Ethnoausflügen eine Zwischenlandung in der musikalischen und kulturellen Heimat macht.

Auf ging's nach Brest. Alan Stivells Auftritt war für 21.00 auf der "Scène Grand Large" angekündigt. Als Vorgruppe war die Newcomer-Band des Sommers 2000 angekündigt: MERZHIN aus Landerneau mit ihrer Variante des Celtic Rock. Auch ein Heimspiel vermutlich, Landerneau ist ja nur einen Katzensprung entfernt.

Die Vorzeichen standen nicht so günstig, als ich gegen 20.00 Uhr mit unserem Sohn Yannick das kleine Ferienhaus am Fuße der Monts d'Arrée verließ. Regen - wttermäßig war der Sommer 2000 nicht so der Hit in der Bretagne. Aber was soll's.

Und tatsächlich, kaum hatten wir den "port de commerce" in Brest erreicht, da ließ der nervige Nieselregen nach und wir stapften im Pulk mit den von allen Seiten eintreffenden Stivell-Fans in Richtung Szene.

Das sich Merzhin schon auf der Bühne austobten, war nicht zu überhören. Deftiger Rock dröhnte über die Quais und als wir uns bis in die Nähe der heftig belagerten Bühne vorgearbeitet hatten, konnten wir die Jungs aus Landerneau bei der Arbeit beobachten.
Und sie boten ihren Fans durchaus eine gute Show. Sicher, so wahnsinnig bretonisch ist ihr sound nicht gerade. Eine bombarde und ein Dudelsack, die hin und wieder gegen die elektrischen Gitarren und die drums anspielen, machen noch lange keine bretonische Musik. 'Les Jeudis Du Port' in Brest, Soirée Celtique am 31.August 2000 Aber man konnte erahnen, welches Potential hier auf der Bühne steht. Allerding hatten Merzhin mit dem üblichenen Problem einer Vorgruppe zu kämpfen, der sound war extrem schlecht abgemischt. Ein einziger Klangbrei, was aber die Fans nicht zu stören schien.

Vor der Bühne wurde kräftig "headgebangt" und nach typischer "Grundge-Manier" wurde dort oben ein nicht wirklich ernster Kampf mit dem Security Personal ausgetragen, wer es länger auf die Bühne hoch schaffte, bevor er mehr oder weniger sanft wieder runterkomplimentiert wurde oder sich mit einem mutigen Sprung in die Menge in Szene setzte.

Dann, nach einer schier endlosen Zugabe mit dem alten Van Morrison-Gassenhauer "Gloria" mit kreischendem und quietschenden Bombardes und Pipes kam die Umbau- und Spannungsaufbau-Wartepause. Und der Niesel kam wieder. Also, Kamera wieder wasserfest verpacken und vor der Bühne ausharren, um für später eine möglichst gute Schußposition zu sichern. In der Pause wechselte das Publikum allmählich durch. Die modisch-abgefuckten jungen Merzhin-Fans zogen sich zurück und machten den etwas älteren Stivell-Fans mit ihrem halbwüchsigen Nachwuchs Platz.


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